12 April 2026, 10:05

Bundesrat will Untermietverträge streng regulieren – mehr Schutz für Mieter

Cartoon-stil-Illustrationen von Menschen, Gebäuden und Gegenständen begleiten fettgedruckten Text auf einem Blatt, das das Mietrecht abbildet und von einem schmücken Rahmen umgeben ist.

Bundesrat will Untermietverträge streng regulieren – mehr Schutz für Mieter

Neue Initiative im Bundesrat: Schärfere Regeln für Untermietverträge

Eine neue Initiative im deutschen Bundesrat zielt darauf ab, die Vorschriften für Untermietverträge zu verschärfen. Der Vorschlag soll Missbrauch verhindern und Untermieter gleichzeitig besser vor plötzlicher Obdachlosigkeit schützen. Anlass ist ein aktuelles Gerichtsurteil, das gewinnorientierte Untervermietungen durch Hauptmieter verboten hat.

Am 28. Januar 2026 entschied der Bundesgerichtshof, dass Mieter Wohnraum nicht legal mit Gewinn weitervermieten dürfen. Dies fällt in eine Zeit extremer Spannungen auf dem deutschen Mietmarkt – besonders in Großstädten. Immer mehr Menschen sind auf Untervermietungen angewiesen, zahlen oft hohe Mieten und haben dabei kaum rechtliche Sicherheit.

Die vom hessischen Justizminister vorangetriebene Bundesratsinitiative fordert strengere Kontrollen. Künftig sollen Hauptmieter Vermieter zwingend über jede Untervermietung informieren müssen. Ziel ist es, klare rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen und Ausbeutung zu unterbinden.

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Ein weiterer zentraler Punkt des Entwurfs sieht vor, dass Untermieter nicht obdachlos werden dürfen, wenn der Hauptmieter seine Wohnung verliert. Bisher droht Untermietern häufig die rasche Räumung, sobald der Hauptmietvertrag endet. Zudem soll verhindert werden, dass Vermieter illegale, gewinnorientierte Untervermietungen bewusst ignorieren.

Falls die Neuregelungen verabschiedet werden, bringen sie mehr Transparenz in Untermietverträge. Untermieter erhalten stärkeren Schutz vor Kündigungsrisiken. Die Änderungen sollen ein faires Gleichgewicht zwischen allen Beteiligten herstellen und gleichzeitig den Druck auf dem angespannten Wohnungsmarkt lindern.

Quelle