29 June 2026, 18:09

Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras nach gescheiterter Ausschreibung

Bahnhofssicherheit - Bundespolizei leidet an Bodycam-Mangel

Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras nach gescheiterter Ausschreibung

Die deutsche Bundespolizei könnte bald mit einem Mangel an funktionierenden Körperkameras konfrontiert sein. Eine aktuelle Ausschreibung für neue Geräte ist gescheitert, wodurch Beamte Gefahr laufen, ein wichtiges Arbeitsmittel zu verlieren. Zudem plant der bisherige Lieferant, die Unterstützung für die bestehenden Modelle im Jahr 2023 einzustellen.

Die Bundespolizei hatte 5 Millionen Euro für den Kauf von 2.500 neuen Körperkameras bereitgestellt, mit einer Option auf weitere 1.500 Geräte. Doch die Ausschreibung scheiterte, nachdem zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus das Angebot für Bieter weniger attraktiv machten. Einige Kameramodelle waren speziell dafür ausgelegt, nahtlos mit den Elektroschockgeräten der Polizei zusammenzuarbeiten – doch keines davon wurde ausgewählt.

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Die Kameras sind mittlerweile unverzichtbar, um Beweismaterial in aggressiven Situationen und bei Straftaten aufzuzeichnen. Sie haben auch dazu beigetragen, Konflikte zu entschärfen, insbesondere in stark frequentierten Bahnhöfen. Nun hoffen die Behörden, dass der aktuelle Lieferant die Unterstützung erneut verlängert – was jedoch Millionen kosten würde.

Ohne einen neuen Vertrag könnte die Polizei im kommenden Jahr mit einer Versorgungslücke bei Körperkameras rechnen. Das Innenministerium steht unter Druck, das Problem schnell zu lösen. Die Beamten sind auf die Geräte angewiesen – sowohl für ihre Sicherheit als auch für die Beweissicherung.

Quelle