Brandenburg erlaubt erste personalfreie Supermärkte rund um die Uhr
Brandenburg als erstes Bundesland legalisiert vollautomatisierte, personalfreie Supermärkte
Brandenburg ist das erste deutsche Bundesland, das vollautomatisierte, ohne Personal betriebene Supermärkte gesetzlich zulässt. Das neue Gesetz ermöglicht es diesen "Smart Stores", rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche zu öffnen. Die Behörden erhoffen sich dadurch eine bessere Versorgung mit Grundgütern – insbesondere in ländlichen Regionen.
Der Landtag hatte die Regierung aufgefordert, bis Ende März entsprechende Gesetzesänderungen vorzulegen. Nun hat die SPD/CDU-Koalition Anpassungen am Brandenburgischen Ladenschlussgesetz beschlossen. Bisher durften Geschäfte zwar von Montag bis Samstag durchgehend öffnen, doch waren nur sechs Sonn- oder Feiertage für Sonderöffnungen erlaubt.
Die novellierte Regelung hebt diese Einschränkungen für vollautomatisierte Läden auf. Im Gegensatz zu herkömmlichen Supermärkten kommen diese "Smart Stores" ohne Personal aus und setzen stattdessen auf Technologie für den Verkauf. Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Regelungen eingeführt, doch Brandenburg ist das erste, das seine Gesetzgebung offiziell anpasst.
Befürworter argumentieren, dass der Schritt die lokale Versorgungssicherheit stärkt. Gerade in ländlichen Gebieten, wo traditionelle Läden kämpfen, könnten diese Geschäfte sicherstellen, dass Einwohner weiterhin Zugang zu alltäglichen Grundgütern haben. Die Landesregierung sieht darin zudem einen Beitrag zu gleichwertigeren Lebensbedingungen im gesamten Bundesland.
Bevor das Gesetz in Kraft tritt, muss der Landtag noch über den Entwurf beraten. Bei einer Verabschiedung dürfen die "Smart Stores" dann durchgehend betrieben werden und so Lücken schließen, die der klassische Einzelhandel lässt. Im Fokus steht dabei die Unterstützung ländlicher Gemeinden, in denen das Einkaufsangebot oft begrenzt ist. Brandenburgs Entscheidung könnte Schulwirkung für andere Regionen haben, die ähnliche Reformen prüfen.






