BMW setzt auf Neue Klasse – doch die Finanzzahlen geben Rätsel auf
BMW steht vor einem tiefgreifenden Wandel, denn noch in diesem Jahr wird die neue Modellreihe Neue Klasse an den Start gehen. Die Baureihe, zu der auch der rein elektrisch angetriebene i3 gehört, verspricht Spitzenleistungen – darunter eine WLTP-Reichweite von bis zu 900 Kilometern und ultraschnelles Laden mit 800-Volt-Technologie. Doch das Unternehmen sieht sich gleichzeitig mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert: Während Umsätze und Gewinne 2025 zurückgingen, rutscht auch der Aktienkurs weiter ab.
Die Finanzzahlen für 2025 zeigen einen Rückgang der Erlöse um 6,3 Prozent, während der Gewinn vor Steuern um 6,7 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro sank. Anleger reagierten verhalten – seit Januar verlor die Aktie rund 18,4 Prozent und notiert derzeit bei 78,28 Euro. Dennoch bleibt Analystin Eunice Lee von Bernstein optimistisch: Sie stufte die Aktie mit "Outperform" ein und betont deren Wachstumspotenzial.
Die Produktion der Neue Klasse soll im Herbst anlaufen und markiert damit eine entscheidende Phase für die Profitabilität von BMW. Den Anfang macht der vollelektrische i3, der ab August 2026 in München in Serienfertigung gehen wird. Das Modell ist das erste mit der neuen 800-Volt-Architektur, die kürzere Ladezeiten und eine größere Reichweite ermöglichen soll.
Gleichzeitig rechnet die Automobilsparte 2026 mit einem Margendruck. Höhere Zölle könnten die EBIT-Marge um etwa 1,25 Prozentpunkte schmälern. Zudem stehen Führungswechsel an: Am 14. Mai 2026 übernimmt Milan Nedeljkovic den Posten des Vorstandsvorsitzenden von Oliver Zipse. Die nächsten Finanzzahlen, die das erste Quartal 2026 abdecken, werden am 6. Mai erwartet.
Der Start der Neue Klasse wird zeigen, ob es BMW gelingt, Innovation und finanzielle Stabilität in Einklang zu bringen. Mit dem Produktionsbeginn des i3 im kommenden Jahr und einem neuen CEO an der Spitze betritt das Unternehmen eine prägende Phase. Anleger und Analysten werden die Ergebnisse des ersten Quartals und die Margenprognosen genau verfolgen – sie geben Aufschluss über die weitere Entwicklung des Konzerns.






