Bayern München legt Berufung gegen Rote Karte für Luis Díaz ein – doch die Chancen sind gering
Elias HofmannBayern berufen Diaz-Sperre an - Bayern München legt Berufung gegen Rote Karte für Luis Díaz ein – doch die Chancen sind gering
FC Bayern München hat offiziell Berufung gegen die Rote Karte für Stürmer Luis Díaz im Spiel gegen Bayer Leverkusen eingelegt. Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Jan-Christian Dreesen, bezeichnete jüngste Schiedsrichterentscheidungen als "besorgniserregend" und forderte Verbesserungen. Unterdessen wird das DFB-Sportgericht den Fall prüfen, doch eine Aufhebung der Sperre gilt als unwahrscheinlich.
Der Vorfall ereignete sich, als Schiedsrichter Christian Dingert Díaz im Leverkusen-Spiel die zweite Gelbe Karte zeigte. Nach Sichtung der Bilder gab Dingert zu, dass er im Nachhinein keine zweite Verwarnung ausgesprochen hätte. Dennoch hält der DFB an solchen Entscheidungen in der Regel fest – es sei denn, es liegt ein offensichtlicher und schwerwiegender Fehler vor.
Der FC Bayern legte umgehend beim DFB-Sportgericht Widerspruch ein. Dreesen kritisierte, was er als "beunruhigende Entwicklung" in der Schiedsrichterleistung der letzten Wochen bezeichnete, und forderte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, die Qualität der Spielführung zu erhöhen.
Mittlerweile deutet der DFB an, dass die Sperre für Díaz voraussichtlich bestehen bleibt. Die Regeln besagen, dass zweite Gelbe Karten endgültig sind, sofern kein gravierender Irrtum nachgewiesen wird. Statistiken zeigen, dass in der Saison 2023/24 kein Bayern-Spieler für ähnliche Vergehen gesperrt wurde – Díaz' Fall könnte nun jedoch einen Präzedenzfall für die Spielzeit 2025/26 schaffen.
Die Entscheidung des Sportgerichts wird darüber entscheiden, ob die Sperre aufgehoben wird. Bayerns Berufung unterstreicht die wachsende Frustration über die mangelnde Einheitlichkeit in der Schiedsrichterführung. Bis auf Weiteres muss der Stürmer damit rechnen, in den kommenden Spielen zu fehlen – sofern der DFB seine Haltung nicht ändert.