
Axtwerfen in Kiel: Wikinger-Feeling und Adrenalin in der AxeZone
In Kiel gibt es einen Ort, direkt am Rand von Gaarden – die AxeZone –, wo man eine Stunde oder länger damit verbringen kann, Äxte auf hölzerne Ziele zu werfen. Das Ganze findet in einem eher unscheinbaren Gebäude am Göteborgring statt, nicht weit vom Wasser entfernt, und ehrlich gesagt ist es eine seltsam unterhaltsame Art, ein Wochenende totzuschlagen.
Betritt man den Raum, sieht man Bahnen mit großen Holzscheiben, die zum Punktezählen markiert sind. Das Geräusch von Äxten, die ins Holz einschlagen, ist ständig zu hören, aber es wirkt nicht chaotisch – eher wie eine Gruppe von Leuten, die sich extrem konzentrieren. Es sind Freundesgruppen da, Kollegen auf einer Teambuilding-Veranstaltung, sogar Familien mit Teenagern (Kinder unter 12 sind nicht erlaubt). Die Mitarbeiter zeigen einem die Grundlagen – wie man die Axt hält, wo man steht, wie man loslässt – und dann legt man einfach los. Die meisten bekommen den Dreh schneller raus, als sie denken.
Es gibt ein lockeres Wikinger-Thema – ein paar Witze vom Personal, etwas Dekoration aus Holz und Metall –, aber es wirkt nicht aufgesetzt. Im Mittelpunkt steht das Werfen selbst, und das stellt sich überraschenderweise als befriedigend heraus, sobald man aufhört, zu viel nachzudenken. Die Sessions dauern etwa eine Stunde – lang genug, um das Gefühl zu haben, wirklich etwas gemacht zu haben, aber nicht so lange, dass einem der Arm versagt.
Geöffnet ist bis spät – freitags und samstags sogar bis Mitternacht –, also eine gute Adresse, wenn man nach dem Abendessen noch etwas unternehmen möchte. Am Wochenende geht es schon ab 10 Uhr los, es ist also nicht nur ein Abendprogramm. Man kann einfach vorbeikommen, aber vorab zu buchen ist klüger, besonders wenn man in einer Gruppe kommt. Der Laden scheint gut zu laufen; die Bewertungen sind fast durchgehend mit fünf Sternen versehen.
Die Adresse lautet Göteborgring 87, nicht weit vom Hafen entfernt. Auf der Website findet man die Öffnungszeiten und Buchungsmöglichkeiten, aber auch ein Anruf funktioniert. Nicht gerade die typische Kieler Freizeitbeschäftigung – aber vielleicht genau deshalb lohnt sich ein Besuch.







