15 May 2026, 12:10

AfD scheitert trotz Umfragehochs an lokalen Wahlen in Ostdeutschland

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa.

AfD scheitert trotz Umfragehochs an lokalen Wahlen in Ostdeutschland

Die rechtspopulistische AfD hat in Ostdeutschland in diesem Jahr trotz ihrer starken Umfragewerte auf Bundesebene eine Reihe von Rückschlägen erlitten. Zwar führt die Partei in den Umfragen vor zwei anstehenden Landtagswahlen, doch in 26 Bürgermeister- und Landkreisdirektwahlen, an denen sie teilnahm, konnte sie lediglich zwei Siege erringen. Gleichzeitig hat die CDU in entscheidenden lokalen Machtkämpfen AfD-Herausforderungen abgewehrt.

Die neueste Folge von Bundestalk, unserem wöchentlichen Politik-Podcast, analysiert, wie sich die etablierten Parteien auf den Aufstieg der AfD einstellen. Expert:innen diskutieren Strategien, um der wachsenden Einflussnahme der Partei vor den entscheidenden Wahlen entgegenzuwirken.

Es fällt der AfD schwer, ihre bundesweite Umfrageführung in lokale Wahlerfolge umzumünzen. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegt sie in Landesumfragen bei 41 bzw. 36 Prozent. Doch bei tatsächlichen Wahlen gewann sie bisher nur in Altenberg (Sachsen) mit André Barth und in Zehdenick (Brandenburg) mit René Stadtkewitz.

Eine bemerkenswerte Niederlage erlebte die AfD in der Uckermark, wo die amtierende CDU-Bürgermeisterin Karina Dörk ihren Herausforderer Felix Teichner (AfD) deutlich distanzierte. Dörk wies Debatten über eine angebliche „Brandmauer“ gegen die AfD als „Scheinprobleme“ zurück. Teichner, der als Landtagsabgeordneter eigentlich als bürgerlich auftrat, hatte sich im Wahlkampf sogar am Klavier mit Liedern des linksextremen Liedermachers Hannes Wader präsentiert.

Auf Bundesebene liegt die AfD in Umfragen mittlerweile zwei bis drei Punkte vor der Union. Doch die meisten Wähler:innen, die CDU/CSU verlassen, wechseln nicht zur AfD. Viele wollen stattdessen nicht wählen oder linksgerichtete Parteien unterstützen – was die Zugewinne der Rechtspopulisten begrenzt.

Die aktuelle Bundestalk-Folge vertieft diese Entwicklungen. Zu Gast sind der AfD-Experte Gareth Joswig, die Leiterin der Rechercheabteilung Anne Fromm und der Parlamentarische Korrespondent Stefan Reinecke. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der Schwung der Partei vor den anstehenden Landtagswahlen bremsen lässt.

Die diskrepanten Ergebnisse der AfD – starke Umfragewerte bei gleichzeitig schwachen lokalen Wahlerfolgen – zeigen die Grenzen ihres Aufstiegs. Zwar führt sie in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, doch in den meisten Bürgermeister- und Landkreisdirektwahlen konnte sie nicht punkten. Dass die CDU Schlüsselpositionen hält, deutet darauf hin, dass der Widerstand gegen die AfD in einigen Regionen nach wie vor intakt ist.

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