28 March 2026, 10:06

9-Euro-Ticket kommt nicht zurück – Schnieder setzt auf Deutschlandticket bis 2030

Plakat mit einem Zug in der Mitte auf einem hellgelben Hintergrund und einem schwarz-weißen Karomuster, Text 'Schweizerische Nordbahn in Baden, Deutschland' in fetter schwarzer Schrift mit einem dekorativen Rahmen.

9-Euro-Ticket kommt nicht zurück – Schnieder setzt auf Deutschlandticket bis 2030

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder schließt Rückkehr des 9-Euro-Tickets aus

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat eine Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets für den Öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen. In jüngsten Stellungnahmen lehnte er zudem Forderungen nach einem generellen Tempolimit auf Autobahnen ab und verwies auf Ablehnung von Spritpreisbremse nach luxemburgischem Vorbild. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der das Deutschlandticket weiterhin die bevorzugte Lösung der Bundesregierung für bezahlbare Mobilität bleibt.

Das Deutschlandticket war im Mai 2023 als Nachfolger des beliebten 9-Euro-Tickets eingeführt worden. Schnieder verteidigte das aktuelle System und betonte, es sei günstiger als herkömmliche Monatskarten und gelte bundesweit in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Finanzierung des Tickets ist bereits bis 2030 gesichert.

Nutzungsdaten zeigen einen leichten Anstieg der Fahrgastzahlen im Berliner Nahverkehr seit Einführung des Tickets. Zwar hat sich die Nachfrage auf dem Niveau von 2018 stabilisiert, die Spitzenwerte von 2019 werden jedoch noch nicht erreicht. Bundesweit hat das Ticket den Alltag für Pendler vereinfacht und den Zugang zum ÖPNV erleichtert – konkrete Zahlen für München und Hamburg liegen allerdings noch nicht vor.

In der Verkehrspolitik lehnte Schnieder Vorschläge für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ab. Er argumentierte, dass Autofahrer, die freiwillig langsamer fuhren, ohnehin von geringeren Spritkosten profitierten. Auch einen Vorstoß von Finanzminister Lars Klingbeil zur Deckelung der Spritpreise wies er zurück und kritisierte das luxemburgische Modell fester Kraftstoffpreise als überzogene Markteingriffe.

Statt auf vergangene Modelle zurückzugreifen, rief Schnieder die Bürger dazu auf, das Deutschlandticket zu nutzen. Es sei unter den aktuellen Rahmenbedingungen die praktischste und kostengünstigste Lösung.

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Das Deutschlandticket bleibt vorerst das zentrale Angebot für den öffentlichen Verkehr in Deutschland. Mit der bis 2030 gesicherten Finanzierung gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Regierung das 9-Euro-Ticket wiederbeleben oder weitergehende Verkehrsbeschränkungen einführen wird. Schnieders Kurs setzt damit auf langfristige Stabilität statt auf kurzfristige Preissenkungen.

Quelle