Wolf beißt Frau in Hamburg – jetzt wird über sein Schicksal entschieden
Nina WalterWolf beißt Frau in Hamburg – jetzt wird über sein Schicksal entschieden
Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Debatte über Umgang mit dem Tier entbrannt
Ein Wolf hat in Hamburg-Altona eine Frau angegriffen, nachdem diese versucht hatte, das Tier aus einem Durchgang mit automatischen Türen zu befreien. Das Tier biss ihr ins Gesicht – der Vorfall löste eine Diskussion darüber aus, wie mit der Situation umgegangen werden soll. Nun hat sich Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), zu den nächsten Schritten für den gefangenen Wolf geäußert.
Das Tier wurde ohne Betäubung gefangen und in die Wildtierstation Klövensteen im Stadtteil Rissen gebracht. Dammann-Tamke schloss eine dauerhafte Haltung in Gefangenschaft aus und verwies auf tierschutzrechtliche Bedenken. Stattdessen schlug er zwei Optionen vor: entweder die Tötung des Wolfs oder seine Freilassung mit einem Peilsender, um seine Bewegungen zu überwachen.
Er argumentierte, Wölfe in Deutschland müssten lernen, Menschen auszuweichen, und betonte, dass das gezielte Entnehmen einzelner Tiere das Verhalten ganzer Rudel prägen könne. Als Präzedenzfall nannte er den Wolf Kurti, der 2016 wegen weniger aggressiven Verhaltens getötet worden war. Aktuell gibt es in Hamburg keine wildlebenden Wölfe, während in Niedersachsen etwa 60 bis 70 Tiere in 15 bis 20 Rudeln leben – vor allem in der Lüneburger Heide und im Südosten des Landes.
Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Politikern. Dammann-Tamke unterstrich die Notwendigkeit einer Lösung, die ein friedliches Zusammenleben von Menschen, Wölfen und Weidetieren ermöglicht.
Der Wolf befindet sich vorerst in einer vorübergehenden Unterbringung, während die Behörden über sein Schicksal entscheiden. Sollte er freigelassen werden, könnte er mit einem Sender ausgestattet werden. Der Vorfall hat die Debatte über den Umgang mit Wolfspopulationen in der Nähe menschlicher Siedlungen neu entfacht.






