Wohngeld bleibt bis 2027 bei 300 Euro – wer profitiert trotz steigender Mieten?
Finn FuchsWohngeld bleibt bis 2027 bei 300 Euro – wer profitiert trotz steigender Mieten?
Steigende Mieten in Deutschland setzen einkommensschwache Haushalte und Rentner unter Druck. Obwohl rund zwei Millionen Haushalte Anspruch auf Wohngeld haben könnten, tun sich viele schwer, die dringend benötigte Unterstützung zu erhalten. Die finanzielle Entlastung, die im Schnitt 300 Euro pro Monat beträgt, bleibt jedoch mindestens bis 2027 unverändert.
Das Wohngeld soll Mieter entlasten, die hohe Wohnkosten tragen und strenge Voraussetzungen erfüllen. Ob jemand Anspruch hat, hängt von der örtlichen Mietpreislage, der Haushaltsgröße, dem Einkommen und Steuerfreibeträgen ab. Allerdings dürfen Antragsteller keine anderen staatlichen Leistungen wie Bürgergeld oder Sozialhilfe beziehen.
Auch Wohnungseigentümer, die finanziell belastet sind, können unter Umständen einen Lastenzuschuss erhalten – eine Förderung für wohnungsbezogene Ausgaben. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Braunschweig berät Betroffene zu beiden Leistungen, unterstützt bei Anträgen und beantwortet Fragen zu Rentenansprüchen.
Trotz steigender Nachfrage wurde das Wohngeld in diesem Jahr nicht erhöht. Die nächste Anpassung ist erst zum 1. Januar 2027 vorgesehen – bis dahin müssen viele Haushalte mit den stark gestiegenen Lebenshaltungskosten zurechtkommen.
Angesichts weiter steigender Mieten bleibt das Wohngeld für berechtigte Haushalte eine wichtige Stütze. Die Beratungsangebote des SoVD sollen den Antragsprozess erleichtern. Bis zur nächsten Erhöhung bleibt die festgelegte Auszahlung von 300 Euro monatlich für anerkannte Empfänger bestehen.







