27 June 2026, 06:05

Weihnachtsgeld 2024: Warum Arbeitnehmer mit hohen Steuerabzügen rechnen müssen

Weihnachtsgeld brutto oder netto: Wie viel bleibt übrig?

Weihnachtsgeld 2024: Warum Arbeitnehmer mit hohen Steuerabzügen rechnen müssen

Arbeitnehmer in Deutschland müssen in diesem Jahr damit rechnen, dass ihr Weihnachtsgeld voll steuerpflichtig ist. Die Besteuerung unterscheidet sich dabei von der des regulären Monatsgehalts, was im Auszahlungsmonat zu höheren Abzügen führen kann. Viele werden einen beträchtlichen Teil des Bonus einbehalten sehen, doch einige könnten den zu viel gezahlten Betrag bei der jährlichen Steuererklärung zurückerhalten.

Das Weihnachtsgeld unterliegt der Einkommensteuer sowie den Sozialabgaben. Ein Beispiel: Bei einer einmaligen Zahlung von 2.000 Euro können fast 500 Euro an Lohnsteuer fällig werden, während sich die Belastung bei einer gleichmäßigen Verteilung über das Jahr auf etwa 110 Euro belaufen würde. Die Steuerberechnung erfolgt nach einem Differenzverfahren auf Basis der Jahreslohnsteuertabelle, das bei Einmalzahlungen oft zu einer höheren Belastung führt.

Die Sechstel-Regelung bietet hier eine gewisse Entlastung – allerdings nur für Boni, die mehr als 25 Prozent eines monatlichen Bruttogehalts ausmachen. Dadurch kann der Steuersatz für das Zusatzeinkommen gesenkt werden. Zudem fallen Sozialversicherungsbeiträge an, die bis zu 22 Prozent des Arbeitnehmeranteils betragen, allerdings nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. 2026 liegt diese Grenze bei 69.750 Euro für die Kranken- und Pflegeversicherung sowie bei 101.400 Euro für die Renten- und Arbeitslosenversicherung.

Im Durchschnitt erhielten Arbeitnehmer mit Tarifbindung 2024 ein Brutto-Weihnachtsgeld von rund 2.987 Euro. Nach Abzügen blieben ihnen je nach Steuerklasse und Gehaltsniveau netto zwischen 50 und 65 Prozent des Betrags.

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Zwar erhöht das Weihnachtsgeld das Jahreseinkommen, doch die Steuern und Sozialabgaben schmälern den Nettobetrag deutlich. Arbeitnehmer in höheren Steuerklassen können einen Teil der einbehaltenen Steuern möglicherweise mit der Jahressteuererklärung zurückholen. Wie viel am Ende übrig bleibt, hängt von den individuellen Verhältnissen und den geltenden Steuerregelungen ab.

Quelle