Weber lehnt Vorwürfe zu EVP-AfD-Kooperation scharf ab: "Giftige Partei"
Elias HofmannManfred Weber: AfD ist 'absolut giftige Partei' - Weber lehnt Vorwürfe zu EVP-AfD-Kooperation scharf ab: "Giftige Partei"
EPP-Vorsitzender Manfred Weber hat Vorwürfe einer organisierten Zusammenarbeit mit der deutschen Rechtspopulistenpartei AfD im Europäischen Parlament entschlossen zurückgewiesen. Aktuelle Berichte hatten auf engere Verbindungen zwischen der CDU/CSU-Fraktion und der AfD hingedeutet, als bisher eingeräumt wurde. Weber wies die Anschuldigungen als haltlos zurück, bezeichnete die AfD als eine "absolut giftige Partei" und betonte, es gebe keinerlei formelle Bündnisse.
Die Behauptung, die EVP habe ihre Politik an die der AfD angepasst, lehnte Weber kategorisch ab. Zwar bleibe Migration ein zentrales Thema für Europa, doch eine inhaltliche Annäherung an die AfD gebe es nicht, so der Politiker. Stattdessen bekräftigte er die Position der EVP: die Sicherung der Außengrenzen, eine kontrollierte Einwanderung und die konsequente Rückführung abgelehnter Asylbewerber.
Offizielle Unterlagen belegen, dass es in den vergangenen Jahren keine strukturierte Kooperation zwischen EVP und AfD gab. Zwar stimmten AfD-Abgeordnete vereinzelt mit der EVP ab – etwa 2022 bei der Finanzierung von Frontex oder 2023 bei Agrarreformen –, doch gemeinsame Initiativen oder formelle Allianzen sind nicht dokumentiert. Die EVP grenzt sich seit Langem von rechtsextremen Gruppen ab, da grundlegende ideologische Unterschiede bestehen.
Weber stellte zudem die Haltung der AfD zur nationalen Souveränität infrage und plädierte stattdessen für ein stärkeres, wehrhafteres Europa. Seine Äußerungen fallen in eine Phase zunehmender Kritik, ob etablierte konservative Parteien durch eine härtere Linie in Migrations- und Sicherheitspolitik indirekt rechtspopulistischen Einfluss begünstigen.
Trotz vereinzelter Übereinstimmungen bei Abstimmungen hält die EVP weiterhin Abstand zur AfD. Webers Aussagen unterstreichen die Ablehnung einer Zusammenarbeit mit Rechtspopulisten, während die Migrationspolitik im Fokus bleibt. Angesichts der bevorstehenden Wahlen wird die Debatte über ideologische Grenzen in der europäischen Politik voraussichtlich weiter an Fahrt aufnehmen.






