Volkspark Friedrichshain: Grillplätze überlasten Anwohner und Natur
Volkspark Friedrichshain leidet unter wachsender Belastung durch Grillplätze
Im Volkspark Friedrichshain mehren sich die Probleme aufgrund der hohen Dichte an öffentlichen Grillstellen. Anwohner beschweren sich wiederholt über Rauch, Lärm und Müll – besonders in der Nähe der Danziger Straße. Allein in diesem Jahr registrierten die Behörden bereits 133 Verstöße im Zusammenhang mit Grillaktivitäten im Park.
Aktuell gibt es in Berlin nur sieben offizielle Grillzonen für die Öffentlichkeit. Drei davon liegen in Friedrichshain-Kreuzberg, was zu Überfüllung und übermäßigem Gebrauch im Volkspark Friedrichshain führt. Die ungleiche Verteilung sorgt für anhaltende Konflikte zwischen Anwohnern und Parkbesuchern.
Das Bezirksamt betont, dass es Grillen im Prinzip nicht ablehnt, da es eine kostengünstige Möglichkeit zum geselligen Zusammensein im Freien bietet. Allerdings schreibt das Grünflächengesetz vor, dass alle Bezirke geeignete Orte für öffentliches Grillen bereitstellen müssen. Um das Ungleichgewicht zu beheben, schlägt das Bezirksamt nun eine stadtweite Umverteilung der Grillfreunde vor.
Polizei und Ordnungsämter unterstützen an Wochenenden bei der Kontrolle. Sämtliche Bezirke wurden offiziell aufgefordert, zusätzliche Grillzonen auszuweisen, um den Druck auf den Park zu verringern. Ziel des Vorschlags ist es, die Grillaktivitäten gleichmäßiger über Berlin zu verteilen. Dadurch könnte die Belastung für den Volkspark Friedrichshain sinken und die Zahl der Beschwerden zurückgehen. Die Bezirke müssen nun neue Standorte benennen, um dem Grünflächengesetz nachzukommen.

