26 April 2026, 02:05

VdK-Präsidentin Bentele warnt vor Armut durch Renten- und Krankengeldkürzungen

Gelbliches deutsches Regierungsdokument mit einem kreisförmigen schwarz umrandeten Stempel und schwarzer Tinte.

VdK-Präsidentin Bentele warnt vor Armut durch Renten- und Krankengeldkürzungen

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, hat die Pläne der Regierung zur Renten- und Gesundheitsreform scharf kritisiert. Sie warnte, dass die geplanten Kürzungen bei der gesetzlichen Rente und beim Krankengeld immer mehr Menschen in die Armut treiben würden. Ihre Äußerungen fielen kurz vor einer Kabinettssitzung am Mittwoch, bei der ein Entwurf für ein Gesundheitsgesetz beraten werden soll.

Bentele verurteilte den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz, die gesetzliche Rente zu senken, als "zynisch und realitätsfremd". Eine solche Maßnahme würde das Rentensystem abwerten und zentrale Absicherungen aushöhlen, so die VdK-Chefin. Bereits jetzt könnten 38 Prozent der Beschäftigten kaum privat für das Alter vorsorgen – sie seien damit besonders gefährdet.

Auch die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken, das Krankengeld zu kürzen, lehnte Bentele entschieden ab. Dies würde vor allem chronisch Kranke und Geringverdiener unzumutbar belasten. Der Gesetzentwurf, der auf Fachgutachten basiert, sieht zudem vor, die beitragsfreie Familienversicherung für Angehörige abzuschaffen – eine Änderung, die Bentele als "schädlich" bezeichnete.

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Darüber hinaus forderte sie höhere Beiträge von Spitzenverdienern, um die gesetzliche Krankenversicherung zu finanzieren. Zudem müsse die Regierung die ungedeckten Gesundheitskosten für Bürgerinnen und Bürger übernehmen, die auf Grundsicherung angewiesen sind.

Der VdK kritisierte zudem die Überlegungen, die gesetzliche Rente in ein grundsicherndes Mindesteinkommen umzuwandeln. Bentele betonte, dass dies das Risiko von Altersarmut erhöhen würde – insbesondere für Gering- und Mittelverdiener.

Der Entwurf für die Gesundheitsreform soll noch in dieser Woche im Kabinett beraten werden. Benteles Warnungen unterstreichen die Sorge vor einer wachsenden Armutsgefahr für sozial Schwache. Der Sozialverband setzt sich weiterhin für eine gerechtere Finanzierung und stärkere Absicherungen in der Renten- und Gesundheitspolitik ein.

Quelle