VDIK eröffnet neues Büro am Gendarmenmarkt für mehr politischen Einfluss
Nina WalterVDIK eröffnet neues Büro am Gendarmenmarkt für mehr politischen Einfluss
Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) hat ein neues Büro am historischen Gendarmenmarkt in Berlin eröffnet. Die Eröffnung wurde mit einer Feier begangen, an der VDIK-Präsidentin Imelda Labbé und Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, teilnahmen. Mit dem Umzug will der Verband seinen Einfluss auf politische und öffentliche Diskussionen stärken.
Die neuen Räumlichkeiten sollen politische Diskussionen, Ausschusssitzungen und Presseveranstaltungen beherbergen. Die Lage mit Blick auf den Gendarmenmarkt bietet dabei eine prominente Kulisse für diese Aktivitäten. Labbé betonte, dass das Büro dazu beitragen werde, die Rolle des VDIK als Stimme der internationalen Hersteller zu unterstreichen – diese stehen für fast die Hälfte der Neuzulassungen in Deutschland.
Bei der Einweihung sprach sich Hirte gegen pauschale Flottenquoten aus, wie sie im Entwurf des Industrial Accelerator Act (IAA) der Europäischen Kommission vorgesehen sind. Stattdessen plädierte er für eine Politik, die Klimaziele mit wirtschaftlichem Wachstum in Einklang bringt, und rief zu einer engeren Zusammenarbeit mit den Automobilherstellern auf, um Veränderungen voranzutreiben. Labbé unterstützte diese Forderung und verwies zusätzlich auf die Notwendigkeit von Fortschritten bei der Ladeinfrastruktur und den Stromkosten, um das Marktwachstum zu sichern.
Labbé hob zudem hervor, dass der VDIK in politischen Kreisen an Einfluss gewinne. Sie unterstrich die Bedeutung eines geschlossenen Auftretens bei zentralen europäischen Entscheidungen, um internationalen Herstellern mehr Gewicht bei der Gestaltung der Automobilpolitik zu verschaffen.
Das neue Büro festigt die Präsenz des VDIK in der Berliner Politiklandschaft. Es soll als Drehscheibe für Diskussionen über branchenspezifische Herausforderungen – von Regulierung bis Nachhaltigkeit – dienen. Angesichts der großen Rolle internationaler Marken auf dem deutschen Automarkt zielt die erweiterte Plattform des Verbandes darauf ab, deren Anliegen Gehör zu verschaffen.
