12 March 2026, 20:04

Turbulence: Wie ein alter Flughafen-Speisesaal zum inklusiven Kultur-Hotspot wurde

Eine Gruppe von Menschen sitzt auf einem Flughafenboden und hält ein Banner mit der Aufschrift "Berlin wegen Klimakrise abgesagt", umgeben von verstreuten Taschen, Flaschen und anderen Gegenständen sowie Rolltreppen, Texttafeln und Deckenleuchten im Hintergrund.

Turbulence: Wie ein alter Flughafen-Speisesaal zum inklusiven Kultur-Hotspot wurde

Ein ehemaliger Flughafen-Speisesaal in Berlin ist heute ein lebendiger Kulturort namens Turbulence

Die Location, einst Teil des Flughafens Tegel (TXL), öffnete am 30. September mit einer Eröffnungsveranstaltung ihre Türen. Ein Kollektiv aus sechs Kreativen verwandelte die alte Alte Frachtkantine in einen inklusiven Party- und Performance-Hub.

Das Projekt setzt auf Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit der Initiative Barrierefrei Feiern will Turbulence neue Maßstäbe für barrierefreie Veranstaltungen in der Stadt setzen.

Der Flughafen Tegel wurde im November 2020 offiziell geschlossen, doch seine Gebäude erhalten ein neues Leben. Die Alte Frachtkantine, einst eine Kantine für Mitarbeiter:innen, umfasst heute 3.747 Quadratmeter Innen- und Außenfläche. Turbulence hat sie zu einem Ort für Livemusik, DJ-Sets, visuelle Kunst und Performances umgestaltet.

Die Eröffnungsveranstaltung LIFTOFF fand am 30. September statt und bot Workshops, Auftritte und eine abendliche Rave-Party. Der Eintritt war für bis zu 700 Gäste kostenlos, die Einlass erfolgte nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst".

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Barrierefreiheit steht im Mittelpunkt von Turbulence. Die Location bietet stufenlosen Zugang, rollstuhlgerechte Bereiche und Unterstützung für Gäste mit Hör- oder Sehbeeinträchtigungen. Geplant sind zudem Rückzugsräume für neurodiverse Besucher:innen, geschlechterneutrale Toiletten und ermäßigte Tickets für einkommensschwache Gäste. Ein Awareness-Team ist während der Veranstaltungen vor Ort, um Diskriminierung oder Barriereprobleme zu thematisieren.

Auch künftige Events werden Inklusion großschreiben. Das Kollektiv verpflichtet sich, Künstler:innen mit klaren ethischen Grundsätzen zu buchen – frei von diskriminierenden Praktiken. Für Eltern wird eine Kinderbetreuung angeboten. Weitere Infos und Updates gibt es auf dem Instagram-Profil von Turbulence.

Die Location in der Budapester Straße 46, 13599 Berlin, ist Teil der Umwandlung des TXL-Geländes in einen nachhaltigen Innovationsstandort. Der ehemalige Flughafen entwickelt sich schrittweise zu einem Ort für Kultur, Technologie und Gemeinschaftsprojekte.

Turbulence bringt frischen Wind in das Berliner Nachtleben. Die Location verbindet industrielles Erbe mit moderner Inklusion und sorgt dafür, dass Veranstaltungen für alle zugänglich sind. Mit kostenlosem Eintritt, barrierearmen Angeboten und einem Fokus auf ethische Standards plant das Kollektiv, sein Programm in den kommenden Monaten auszubauen.

Quelle