07 May 2026, 16:14

Trigema-Erbin Grupp fordert ausgewogene Steuerreformen und warnt vor Lohnkosten-Druck

Plakat mit fettem schwarzen Text auf einem weißen Hintergrund, der von einem schmalen schwarzen Rand eingerahmt wird und "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - Steuern für Wohlhabende und große Unternehmen weiter senkt." lautet.

Trigema-Erbin Grupp fordert ausgewogene Steuerreformen und warnt vor Lohnkosten-Druck

Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat ihre Position zu Steuerreformen und Arbeitskosten dargelegt. Zwar zeigt sie sich offen für eine Anhebung des Spitzensteuersatzes, besteht jedoch auf ausgleichende Maßnahmen, um die Folgen abzufedern. Gleichzeitig übt sie scharfe Kritik an einem kürzlich beschlossenen steuerfreien Bonus für Arbeitnehmer – dieser sei schlecht konzipiert.

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Grupp signalisiert eine bedingte Unterstützung für einen höheren Spitzensteuersatz. Eine moderate Erhöhung würde sie akzeptieren – allerdings nur, wenn gleichzeitig andere Steuerentlastungen eingeführt werden, um die Belastung an anderer Stelle zu verringern. Ihre Haltung zeigt, dass es ihr weniger um eine grundsätzliche Ablehnung von Steueränderungen geht als vielmehr um Ausgewogenheit.

Deutlich ablehnend äußert sie sich hingegen zum steuerfreien Bonus von 1.000 Euro, den die Regierung Arbeitnehmern gewährt hat. Das Vorhaben sei problematisch, warnt Grupp, da es unrealistische Erwartungen wecke, ohne die eigentlichen strukturellen Probleme anzugehen. Ihre Bedenken erstrecken sich auch auf den allgemeinen Anstieg der Lohnnebenkosten, der die Wirtschaft zunehmend unter Druck setzt.

Laut Grupp drohen diese Kosten auf Dauer unhaltbar zu werden, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Weitere Steigerungen könnten insbesondere für Branchen wie das verarbeitende Gewerbe oder den Einzelhandel eine untragbare Belastung darstellen.

Grupps Haltung unterstreicht einen vorsichtigen Kurs in der Steuerpolitik. Sie befürwortet gezielte Anpassungen, lehnt aber Maßnahmen ab, die den Arbeitsmarkt destabilisieren oder bei Arbeitnehmern falsche Erwartungen wecken könnten. Ihre Warnungen vor steigenden Kosten deuten darauf hin, dass über kurzfristige Anreize hinaus grundlegendere Wirtschaftsreformen notwendig sind.

Quelle