Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – Ölpreise und Krisen belasten den Konzern
Finn FuchsThyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – Ölpreise und Krisen belasten den Konzern
Thyssenkrupp steckt tiefer in der Krise – Aktie fällt auf 52-Wochen-Tief von 6,85 Euro
Die finanziellen Probleme des Industriekonzerns Thyssenkrupp haben sich verschärft: Die Aktie rutschte auf ein neues 52-Wochen-Tief von 6,85 Euro ab. Der Konzern kämpft mit stark gestiegenen Produktionskosten, angetrieben durch Rekordölpreise und globale Marktunsicherheiten. Investoren reagierten mit massiven Verkäufen – seit Oktober hat der Kurs 42 Prozent verloren.
Der Abwärtstrend begann im Oktober 2025, als die Aktie noch bei 11,86 Euro notierte. Seither haben geopolitische Spannungen – darunter US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran – die Ölmärkte durcheinandergebracht und die Preise in die Höhe getrieben. Die Nordsee-Sorte Brent kostet mittlerweile rund 113 Dollar pro Fass, während der OPEC-Ölpreis bei 143 Dollar liegt.
Auch die französischen Standorte von Thyssenkrupp geraten unter Druck. Produktionskürzungen wurden angekündigt, und billige Importe drücken die Gewinnmargen. Allein im vergangenen Monat verlor die Aktie weitere 31 Prozent.
Unterdessen hat Bundeskanzler Friedrich Merz Zweifel am gesetzlich festgelegten Kohleausstieg Deutschlands bis 2038 geäußert. Die Regierung bereitet nun ein Entlastungspaket für Spritpreise vor und plant, die nationalen Ölreserven anzuzapfen, um die wirtschaftliche Belastung zu mildern.
Der aktuelle Aktienkurs spiegelt die Dimension der Herausforderungen wider. Solange die Ölpreise hoch bleiben und das Marktvertrauen schwächelt, ist eine Erholung von Thyssenkrupp ungewiss. Die staatlichen Hilfsmaßnahmen mögen kurzfristig Entlastung bringen – für langfristige Stabilität wird es jedoch auf die allgemeine Wirtschaftslage ankommen.






