04 May 2026, 18:07

Tempolimit in Niedersachsen soll seltene Feuersalamander vor dem Verkehr schützen

Europ├Ąischer Feuersalamander auf einem Waldboden umgeben von trockenen Bl├Ąttern, Zweigen und Pflanzen.

Tempolimit in Niedersachsen soll seltene Feuersalamander vor dem Verkehr schützen

Neue Tempolimit in Niedersachsen zum Schutz seltener Amphibien

Die Kreisverwaltung Wolfenbüttel hat ein Tempolimit auf einer wichtigen Straße in Niedersachsen eingeführt, um seltene Amphibien zu schützen. Die Maßnahme betrifft die Landesstraße 629 zwischen Erkerode und Tetzelstein und zielt darauf ab, Wildunfälle zu verringern und Arten wie den Feuersalamander während ihrer aktiven Phase zu bewahren.

Von Mitte Mai bis Ende September müssen Autofahrer auf der L629 ein Tempolimit von 50 km/h einhalten. Die Straße führt durch den Elm-Wald, ein entscheidendes Habitat für Feuersalamander und andere geschützte Amphibien. Die Region ist für ihre Artenvielfalt bekannt und beherbergt streng geschützte Tiere wie den Kammmolch, den Springfrosch und den Feuersalamander.

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Die hier lebende Feuersalamander-Population ist landesweit von Bedeutung. Die Tiere sind auf die natürlichen Bäche und Quellen des Waldes angewiesen, wobei ihre Brut- und Lebensräume parallel zur Straße verlaufen. Ihre Aktivität in Bodennähe macht sie besonders anfällig für den Verkehr.

Die reduzierte Geschwindigkeit soll nicht nur die Zahl der Wildunfälle verringern, sondern auch die durch vorbeifahrende Fahrzeuge verursachten Luftdruckwellen mindern. Diese Druckschwankungen können für Amphibien tödlich sein – ein weiterer Schutzfaktor für die Arten. Die L629 zählt zu den wichtigsten Amphibienwanderrouten des Landkreises, was die Notwendigkeit erhöhter Vorsicht unterstreicht.

Neben den Gefahren durch den Verkehr sind die Salamander weiteren Bedrohungen ausgesetzt: Lebensraumzerstörung und die Ausbreitung der Salamanderpest gefährden ihr Überleben in der Region zusätzlich.

Das Tempolimit bleibt bis Ende September in Kraft und deckt die Hauptaktivitätsphase der Feuersalamander ab. Die Behörden hoffen, dass die Maßnahme dazu beiträgt, die einzigartige Amphibienpopulation des Elm-Waldes zu erhalten. Die Entscheidung steht im Einklang mit den Bemühungen, Verkehrssicherheit und Artenschutz in der Region in Einklang zu bringen.

Quelle