Tarifstreit bei der Hamburger Hochbahn: Verdi und Arbeitgeber bleiben hart
Lara BraunNoch kein Einigung in Lohnstreit bei HVV - Tarifstreit bei der Hamburger Hochbahn: Verdi und Arbeitgeber bleiben hart
Die Tarifverhandlungen zwischen der Hamburger Hochbahn und der Gewerkschaft Verdi sind ohne Ergebnis gescheitert. Beide Seiten trafen sich, um über Löhne und Arbeitsbedingungen zu verhandeln, konnten sich jedoch nicht einigen. Die Gespräche sollen nun am 23. März fortgesetzt werden.
Der Hauptstreitpunkt dreht sich um die Laufzeit des neuen Tarifvertrags. Die Hamburger Hochbahn strebt eine längere Geltungsdauer an, um künftige Konflikte zu vermeiden. Verdi lehnt dies jedoch ab und besteht auf einer kürzeren, nur 12-monatigen Vereinbarung.
Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen vor, eine bereits beschlossene Arbeitszeitverkürzung lediglich neu zu verpacken. Dennoch räumten beide Seiten Fortschritte in den Lohnverhandlungen ein. In den vergangenen fünf Jahren lagen die Gehaltserhöhungen bei der Hamburger Hochbahn durchschnittlich bei 4 bis 6 Prozent pro Vertrag – zuletzt gab es 2024 eine Steigerung um 5,5 Prozent.
Das Unternehmen hat eine gestaffelte Lohnerhöhung von insgesamt 8,1 Prozent über 30 Monate vorgeschlagen. Verdi fordert hingegen einen Sockelbetrag von 3,4 Prozent oder mindestens 150 Euro monatlich – je nachdem, was höher ausfällt – und das bereits innerhalb von 12 Monaten. Vorerst sind keine weiteren Warnstreiks angekündigt.
Da eine Einigung noch in weiter Ferne scheint, werden beide Seiten später in diesem Monat wieder verhandeln. Das Ergebnis wird über Löhne und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten der Hamburger Hochbahn entscheiden. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 23. März angesetzt.
