04 March 2026, 07:24

Stuttgarter Apotheke rechnet erstmals Papier-Rezepte digital über Scanacs ab

Eine Sammlung alter Visitenkarten mit Text über Columella edentula, eine Art Medizin, und ein kleines Stück Papier mit einem Barcode.

Stuttgarter Apotheke rechnet erstmals Papier-Rezepte digital über Scanacs ab

Apotheke in Stuttgart als erste mit Scanacs-System für Papier-Rezepte mit der AOK Baden-Württemberg abgerechnet

Eine Apotheke in Stuttgart hat als erste Papier-Rezepte über das Scanacs-System mit der AOK Baden-Württemberg abgerechnet. Dies markiert einen Wandel in der Abwicklung von Rezeptabrechnungen – sowohl für papierbasierte als auch für elektronische Verordnungen – gemäß den neuen regionalen Vorgaben.

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Die Änderung folgt einer Aktualisierung des Arzneimittelversorgungsvertrags (AVV) in Baden-Württemberg, der nun einen einheitlichen Standardprozess für alle Rezeptarten vorschreibt.

Im Januar rechnete die Stuttgarter Apotheke über Scanacs Rezepte im Wert von mehr als 80.000 Euro ab, darunter ein einzelnes hochpreisiges Papier-Rezept von über 40.000 Euro. Das neue System ermöglicht es Apotheken, sowohl elektronische als auch Papier-Rezepte innerhalb desselben Monats abzurechnen und hebt damit frühere Einschränkungen auf.

Scanacs-Geschäftsführer Frank Böhme bezeichnete die Entwicklung als Meilenstein. Sein Ziel ist es, den Prozess vor Ablauf der Übergangsphase weiter zu optimieren, sodass er zur Routine wird – ohne dass Apotheken zusätzliche Scanner installieren müssen. Zudem führt das System eine monatsmittige Abrechnungsoption ein, die viele Apotheken nutzen, um hochpreisige Papier-Rezepte schneller zu bearbeiten.

Laut dem aktualisierten AVV entsteht für Apotheken kein zusätzlicher Aufwand, und sie können so oft abrechnen wie nötig. Zahlungen müssen innerhalb von zehn Tagen erfolgen, wobei Apotheken zwischen Selbstabrechnung und der Nutzung einer Clearingstelle wählen können. Wird eine Clearingstelle gewählt, müssen jedoch sämtliche Abrechnungen für diesen Abrechnungsmonat ausschließlich über diese abgewickelt werden.

Das Interesse an dem neuen Ansatz wächst: Immer mehr Apotheken zeigen Bedarf an der Scanacs-Lösung. Das Unternehmen hofft, die Nutzung ausbauen zu können, während die Verhandlungen mit anderen Bundesländern und Krankenkassen fortgesetzt werden.

Das neue Abrechnungssystem beseitigt frühere Beschränkungen, wie oft Apotheken Rechnungen einreichen dürfen. Gleichzeitig sorgt es für schnellere Zahlungen und bietet Flexibilität bei den Bearbeitungsmethoden. Mit steigender Akzeptanz könnte das Modell bald in weiteren Regionen zum Standard werden.