25 June 2026, 12:04

Spionagevorwürfe gegen CISPA: Direktor suspendiert und Ermittlungen laufen

Verdacht auf akademische Spionage

Spionagevorwürfe gegen CISPA: Direktor suspendiert und Ermittlungen laufen

Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, in chinesische Wissenschaftsspionage verwickelt zu sein. Kritische Stimmen melden Bedenken hinsichtlich der Zusammenarbeit des Instituts mit chinesischen Forschenden sowie eines möglichen Transfers von Daten und Fachwissen an. Die Vorwürfe haben zur vorläufigen Suspendierung des Direktors, Michael Backes, geführt.

Das 2011 gegründete und seit 2019 in die Helmholtz-Gemeinschaft aufgenommene CISPA steht nun unter genauer Prüfung. Berichten zufolge bestand eine Forschungsgruppe aus 18 chinesischen Mitgliedern bei insgesamt 19 Personen, eine weitere setzte sich ausschließlich aus chinesischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen – einige davon mit Verbindungen zur chinesischen Rüstungsindustrie.

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Backes wies die Vorwürfe mangelnder Schutzmaßnahmen gegen chinesische Infiltrierungsversuche zurück. Gleichzeitig unterstützte er seine eigene Suspendierung, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Ein unabhängiger Sonderprüfer soll nun in einer externen Untersuchung die Vorwürfe aufklären.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gab bekannt, die Ergebnisse der Prüfung abzuwarten, bevor es Stellung bezieht. Trotz der Kontroverse laufen die Pläne für einen Neubau des CISPA im Wert von 350 Millionen Euro weiter.

Die Suspendierung von Backes und die externe Prüfung zielen darauf ab, die Spionagevorwürfe zu klären. Die weiteren Schritte des Instituts hängen vom Bericht des Prüfers ab. Die Haltung des Ministeriums wird nach Abschluss der Untersuchung festgelegt.

Quelle