07 June 2026, 16:04

SPD und DGB fordern Pflichtrente für Arbeitnehmer – Arbeitgeber sollen zahlen

SPD-Fraktion unterstützt DGB-Vorschlag für betriebliche Altersvorsorge

SPD und DGB fordern Pflichtrente für Arbeitnehmer – Arbeitgeber sollen zahlen

Die Bundestagsfraktion der SPD unterstützt nun einen Plan für betriebliche Pflichtrenten. Der Vorschlag, der vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vorgelegt wurde, zielt darauf ab, die Altersvorsorge für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu stärken. Sowohl SPD- als auch DGB-Vertreter betonen die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Finanzierung und zu Arbeitgeberbeiträgen.

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Dagmar Schmidt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, wies auf die finanziellen Lücken in der aktuellen Rentenversorgung hin. Ohne zusätzliche Mittel, so ihre Argumentation, drohe künftigen Rentnergenerationen Unsicherheit. Schmidt bestand darauf, dass Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Beiträge zu betrieblichen Rentenmodellen übernehmen müssten.

Yasmin Fahimi, Vorsitzende des DGB, unterstrich diese Position und forderte ein verpflichtendes betriebliches Rentensystem. Ihrem Entwurf zufolge sollten Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet werden, gemeinsam mit den Beschäftigten in den Fonds einzuzahlen. Die Reformbestrebungen des DGB erhalten damit nun die offizielle Rückendeckung der SPD-Bundestagsfraktion.

Die Unterstützung der SPD für den DGB-Plan deutet auf wachsenden politischen Schwung für eine Rentenreform hin. Würde das Modell umgesetzt, müssten Arbeitgeber die Kosten paritätisch mit den Arbeitnehmern tragen. Der Schritt könnte die Finanzierung der Altersvorsorge in ganz Deutschland grundlegend verändern.

Quelle