SPD-Afa attackiert Klingbeils Reformpläne als Angriff auf Arbeitnehmerrechte
Nina WalterSPD-Afa attackiert Klingbeils Reformpläne als Angriff auf Arbeitnehmerrechte
Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD hat sich gegen die Reformpläne des Parteivorsitzenden Lars Klingbeil ausgesprochen. In einem scharf formulierten Beschluss warf die Gruppe den Vorschlägen vor, die Kernwerte der Partei zu untergraben und die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu vernachlässigen.
Die Bundesvorsitzende der AfA, Cansel Kiziltepe, forderte Klingbeil auf, sich stärker an den Gewerkschaften und den Belangen der Beschäftigten zu orientieren. In der Erklärung der Gruppe hieß es, die Sozialdemokratie erstarke dann, wenn sie sich solidarisch mit den einfachen Bürgerinnen und Bürgern zeige – und nicht, wenn sie deren Arbeitsmoral kritisiere.
Der Beschluss warnte zudem, dass viele von Klingbeils Ideen den Druck auf die Beschäftigten weiter erhöhen würden. Die AfA betonte, wirtschaftliches Wachstum dürfe nicht auf dem Rücken derer ausgetragen werden, die bereits heute unter den bestehenden Bedingungen leiden.
Laut der Arbeitsgemeinschaft seien es die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – und nicht die Verantwortlichen vergangener Krisen –, die Deutschland am Laufen hielten. Die SPD müsse daher alle Vorhaben ablehnen, die soziale Spaltungen vertiefen oder den Arbeitsschutz schwächen könnten.
Der Streit zeigt die innerparteilichen Spannungen innerhalb der SPD über die Ausrichtung ihrer Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik auf. Die Kritik der AfA deutet darauf hin, dass Klingbeils Reformagenda auf Widerstand aus zentralen Parteigliederungen stoßen könnte, bevor sie vorankommt.






