17 June 2026, 18:15

Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger in nur einem Jahr

Auch im Jahr 2025 gingen 20.000 Sozialwohnungen verloren

Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger in nur einem Jahr

Deutschlands Sozialwohnungsbestand schrumpft um 20.000 Wohnungen in einem Jahr

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Bis Ende 2025 belief sich die Gesamtzahl auf bundesweit 1,05 Millionen Wohnungen. Der Rückgang hat Kritik von Wohnungsaktivisten und Politikern gleichermaßen ausgelöst.

Die Verluste waren regional unterschiedlich. Nordrhein-Westfalen verzeichnete den größten Rückgang mit 18.538 weniger Wohnungen – trotz Neubauten. Auch Berlin und Bayern meldeten deutliche Einbußen: 2.957 beziehungsweise 2.790 Wohnungen gingen verloren. Bundesweit wurden 57.621 Wohnungen aus den Mietpreisbindungen genommen.

Einige Bundesländer konnten jedoch Zuwächse verzeichnen. Baden-Württemberg verzeichnete mit 3.046 zusätzlichen Wohnungen den höchsten Nettoanstieg. Niedersachsen gewann 1.240, Sachsen 944 hinzu. Zudem entstanden 4.701 neue Plätze in Studenten- und Auszubildendenwohnheimen.

Baulandministerin Verena Hubertz hat bis 2029 Bundesmittel in Höhe von 23,5 Milliarden Euro zugesagt, um den Mangel zu bekämpfen. Unterdessen kritisierte der Wohnungsbau-Experte der Linken, Lay, das aktuelle Defizit von rund einer Million Sozialwohnungen.

Der Gesamtverlust verringert die Zahl bezahlbarer Wohnungen in Deutschland weiter. Mit dem Förderprogramm der Regierung soll der Trend in den kommenden Jahren umgekehrt werden. Die jüngsten Zahlen zeigen jedoch, dass die Herausforderungen weiterhin beträchtlich bleiben.

Quelle