Skandal um Schlachthof Buckl: Tierschutzverstöße führen zur Schließung und Strafen
Elias HofmannVerhaftungsbefehl gegen Mitarbeiter eines Schlachthofs erlassen - Skandal um Schlachthof Buckl: Tierschutzverstöße führen zur Schließung und Strafen
Ein großer Geflügelschlachthof in Wassertrüdingen hat nach schweren Verstößen gegen den Tierschutz geschlossen. Sieben Mitarbeiter müssen nun mit Bußgeldern rechnen, nachdem eine durch verdeckte Videoaufnahmen aus dem Jahr 2021 ausgelöste Untersuchung abgeschlossen wurde. Die Anlage zählte einst zu den größten Deutschlands und schlachtete täglich bis zu 60.000 Legehennen.
Der Fall nahm im April 2021 seinen Anfang, als eine Tierschutzorganisation Videomaterial veröffentlichte, das mutmaßliche Misshandlungen von Hühnern zeigen sollte. Die Behörden leiteten daraufhin Ermittlungen ein, die zu Anklagen gegen sieben Mitarbeiter führten. Der Schlachthof, bekannt als Schlachthof Buckl, hatte bereits rund 125 Beschäftigte entlassen, bevor das Insolvenzverfahren eingeleitet wurde.
Bisher wurden vier Bußgeldbescheide erlassen, wobei einer davon bereits rechtskräftig ist. Die Geldstrafen liegen zwischen 30 und 180 Tagessätzen, abhängig von der Schwere des Vergehens. Ein Mitarbeiter erhielt eine Strafe von über 90 Tagessätzen – was nach deutschem Recht als Vorstrafe gewertet wird.
Die Anlage verarbeitete vor ihrer Schließung zehntausende Hennen täglich. Offizielle Zahlen zur Gesamtbelegschaft vor der Stilllegung liegen nicht vor, doch die Entlassungen und Strafen markieren das definitive Ende des Betriebs.
Die rechtlichen Konsequenzen und die Schließung folgen auf bestätigte Verstöße gegen Tierschutzvorschriften. Der Fall setzt ein Zeichen für die Durchsetzung von Regeln in der deutschen Geflügelindustrie. Mit der Stilllegung des Schlachthofs müssen sich die ehemaligen Mitarbeiter nun mit den finanziellen Folgen ihrer Beteiligung an den Verstößen auseinandersetzen.
