05 April 2026, 00:09

Siemensstadt Square wird radikal umgestaltet – 3.750 Wohnungen und Innovationscampus geplant

Eine detaillierte Karte von Berlin auf dem Cover eines alten Buches, mit sichtbaren Straßennamen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.

Siemensstadt Square wird radikal umgestaltet – 3.750 Wohnungen und Innovationscampus geplant

Berlin-Siemensstadt Square steht vor radikaler Umgestaltung nach überarbeitetem Masterplan

Das 76 Hektar große Gelände in Berlins Siemensstadt Square, einst ein historisches Industriezentrum, soll bis in die 2030er-Jahre hinein grundlegend transformiert werden. Nach dem überarbeiteten Masterplan wird die Wohnkapazität auf 3.750 Wohnungen fast verdoppelt, während Büroräume reduziert werden. Behörden bewerten die Neukonzeption als entscheidenden Schritt für die Zukunft des Viertels.

Das mit Gesamtkosten von 4,5 Milliarden Euro veranschlagte Projekt sieht eine Beteiligung von Siemens in Höhe von 750 Millionen Euro vor. Die Bauarbeiten beginnen 2024, die Fertigstellung ist für das nächste Jahrzehnt geplant. Nach Abschluss sollen im Viertel etwa 40.000 Anwohner und Beschäftigte leben.

Der neue Rahmen ersetzt das Konzept von 2021 und führt dedizierte Zonen für Industrie, Freizeit und Grünflächen ein. Gewerbegebiete entstehen konzentriert rund um den künftigen S-Bahnhof Siemensstadt und bilden einen Innovationscampus. Zwar wurden noch keine Unternehmen oder Forschungseinrichtungen als Mieter benannt, doch das Gelände soll gezielt zukünftige Ansiedlungen anziehen.

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Geplant sind unter anderem eine Grundschule für 600 Schüler, deren Bau Anfang 2027 beginnen soll, sowie zwei Kitas. Priorität hat zudem die Verkehrsanbindung: Die seit Langem stillgelegte Siemensbahn-Strecke soll bis Ende 2029 reaktiviert werden. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bezeichnete den überarbeiteten Plan als "entscheidenden Meilenstein" für den über hundert Jahre alten Standort.

Der aktualisierte Masterplan setzt auf eine gemischte Nutzung und verbindet Wohnraum, Bildungseinrichtungen und grüne Infrastruktur. Mit dem Baubeginn im kommenden Jahr wird sich die Entwicklung des Viertels über das nächste Jahrzehnt erstrecken. Die Gesamtinvestition von 4,5 Milliarden Euro unterstreicht die Bedeutung des Projekts als eines der größten städtebaulichen Vorhaben Berlins.

Quelle