Schleswig-Holstein pumpt 35 Millionen in Kitas und bessere Arbeitsbedingungen
Elias Hofmann35 Millionen Euro für die Inklusion in Kindergärten in Schleswig-Holstein - Schleswig-Holstein pumpt 35 Millionen in Kitas und bessere Arbeitsbedingungen
Schleswig-Holstein investiert 35 Millionen Euro in Kita-Ausbau und bessere Arbeitsbedingungen
Schleswig-Holstein hat eine Investition in Höhe von 35 Millionen Euro angekündigt, um die Betreuungssituation in Kitas zu verbessern und die Arbeitsbedingungen für das Personal zu optimieren. Im Mittelpunkt stehen Inklusion sowie die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund und bildungsbenachteiligten Familien. Laut Landesregierung soll das Paket zudem Entlastung für Fachkräfte und Kommunen bringen.
Geplant ist die Stärkung von 144 bestehenden Familienzentren sowie die Schaffung von 125 neuen Perspektiv-Kitas – spezialisierten Einrichtungen für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Ein Großteil der Mittel fließt in die bessere personelle Ausstattung für die Betreuung von Kindern mit Behinderungen, um individuellere Unterstützung zu ermöglichen. Sozialministerin Aminata Touré bezeichnete das Programm "Kita für alle" als wichtigen Schritt, um den Zugang zu erweitern, die Qualität zu steigern und Fachkräfte zu entlasten – bei gleichzeitiger Entlastung der Kommunen.
Zu den weiteren Maßnahmen gehören vier zusätzliche Krankheitstage für Erzieher:innen, finanziert durch zusätzliche Personalstellen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Koch betonte, dass dies den Kommunen helfen werde, Haushalte besser zu planen und Personalressourcen effizienter einzusetzen. Angesichts rückläufiger Kinderzahlen setzt das Land zudem auf qualitative Verbesserungen statt auf den bloßen Erhalt von Betreuungsplätzen.
Touré unterstrich, dass die Reformen sowohl den Kindern als auch den Beschäftigten zugutekommen sollen. Ziel sei ein inklusiveres System, das gleichzeitig den Berufsstand attraktiver mache.
Die 35 Millionen Euro werden landesweit in Schleswig-Holstein eingesetzt, mit Schwerpunkten auf Inklusion, Personalförderung und bessere Ressourcen für benachteiligte Kinder. Während die Landesregierung die Pläne vorgelegt hat, bleibt jedoch unklar, wie die einzelnen Kommunen die neuen Zentren konkret umsetzen werden. Die Mittel sollen in den kommenden Monaten wirksam werden.
