Sakalli Bazar: Kiels versteckter Kramladen mit Charme und Überraschungen
Nina Walter
Sakalli Bazar: Kiels versteckter Kramladen mit Charme und Überraschungen
Sakalli Bazar liegt in der Elisabethstraße im Kieler Stadtteil Gaarden-Ost – einer dieser kleinen Läden im Viertel, die die Anwohner ganz selbstverständlich nutzen, ohne groß darüber nachzudenken. Offiziell handelt es sich um einen Kramladen, also einen dieser alteningesessenen Gemischtwarenläden, doch Erhabenes sollte man nicht erwarten. Kein glanzvolles Supermarktambiente, kein hipsterhafter Spezialitätenfokus. Einfach ein Ort, an dem man Lebensmittel, Haushaltsbasics oder vielleicht etwas findet, von dem man nicht einmal wusste, dass man es braucht.
Ein vollständiges Inventar gibt es nirgends, doch da der Laden als Lebensmittelhändler registriert ist, dürfte man das Übliche vorfinden: frisches Gemüse, Konserven, Snacks, vielleicht auch einige internationale Produkte (der Name deutet eine Verbindung an – wer weiß das schon genau). Solche Läden richten sich nach den Wünschen ihrer Stammkunden: Wer einen bestimmten Tee oder ein exotisches Gewürz sucht, könnte hier fündig werden – oder auch nicht. Online existiert genau eine Bewertung, ein einzelner Fünf-Sterne-Eintrag, was entweder bedeutet, dass der Laden großartig ist oder einfach nur, dass eine Person begeistert war.
Die Lage ist typisch Gaarden-Ost: schmucklos, ein schlichter Laden in einer Straße, die eher auf Funktionalität als auf Schönheit setzt. Die Elisabethstraße ist kein Shopping-Hotspot, aber gut zu erreichen. Vom Stadtzentrum aus ist man mit Bus oder Fahrrad schnell da, und Parkplätze findet man meistens – wenn auch nicht immer ideal. Einziger Ärgernis: Es gibt keine angezeigten Öffnungszeiten. Klassische Kleinunternehmer-Nachlässigkeit. Wer nicht vor verschlossener Tür stehen will, sollte vorher anrufen.
Was den Sakalli Bazar – abgesehen davon, dass er seine Aufgabe offenbar gut erfüllt – besonders macht, ist seine Rolle in Gaarden-Ost. Dies ist nicht das Kiel der Postkartenmotive oder Reiseführer. Das Viertel hat seinen eigenen Rhythmus, und Läden wie dieser halten ihn am Laufen. Fehlt eine Zutat fürs Abendessen? Braucht man spontan etwas Ungewöhnliches? Solche Geschäfte füllen die Lücken, die die großen Ketten lassen.
Wer in der Nähe ist und Lust auf einen Besuch hat, sollte vorbeischauen – am besten aber vorher anrufen, um sicherzugehen, dass geöffnet ist. Der Laden befindet sich in der Elisabethstraße 76, und die Telefonnummer ist online zu finden.







