10 March 2026, 14:04

Sachsen verzeichnet historischen Rückgang bei Asylanträgen – doch Abschiebungen scheitern oft

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnen mit Ständen, unter einem bewölktem Himmel.

Anzahl der Asylsuchenden in Sachsen deutlich gesunken - Sachsen verzeichnet historischen Rückgang bei Asylanträgen – doch Abschiebungen scheitern oft

Die Zahl der Asylsuchenden in Sachsen ist im zweiten Jahr in Folge drastisch gesunken. 2025 registrierten sich nur noch 5.189 Menschen – weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts. Innenminister Armin Schuster (CDU) bezeichnete den Rückgang als Beleg für einen "Paradigmenwechsel in der Asylpolitik" Deutschlands.

Neue Zahlen zeigen einen steilen Rückgang der Asylanträge in ganz Sachsen. Die Registrierungen brachen von 23.120 im Jahr 2023 auf 10.120 im Jahr 2024 ein und sanken 2025 auf nur noch 5.189. Schuster führte den Rückgang auf die konsequentere Durchsetzung von Abschieberegeln zurück.

2025 wurden 917 Migrantinnen und Migranten abgeschoben, doch 64 Prozent der geplanten Abschiebungen scheiterten, weil sich die Betroffenen der Vollstreckung entzogen. Gleichzeitig verließen 1.588 abgelehnte Asylbewerber das Land freiwillig – die höchste je verzeichnete Zahl und ein Anstieg gegenüber 950 im Jahr 2024.

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Schuster forderte schärfere Maßnahmen, darunter die Nutzung regulärer Gefängnisse für die Abschiebehaft. Zudem verlangte er von Airlines mehr Kooperation, um ausreichend Rückführungsflüge zu sichern. In den Statistiken nicht enthalten sind Ukrainer, die vor Russlands Angriffskrieg fliehen – die tatsächliche Zahl der Ankünfte könnte daher höher liegen.

Der deutliche Rückgang der Asylanträge setzt den Trend der beiden Vorjahre fort, in denen sich die Zahlen jeweils halbierten. Angesichts der Rekordzahl an freiwilligen Ausreisen konzentrieren sich die Behörden nun darauf, die Erfolgsquote bei Abschiebungen zu erhöhen. Schuster betont, dass weiterer Druck nötig sei, um den Abwärtstrend zu halten.

Quelle