19 April 2026, 12:06

Sachsen plant Gehaltserhöhung für Beamte nach Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund mit dem Text "Was unser freier Handel bedeutet - britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Sachsen plant Gehaltserhöhung für Beamte nach Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

Beamte in Sachsen sollen mehr Geld erhalten, nachdem die regierenden CDU- und SPD-Fraktionen des Landes vorgeschlagen haben, die jüngste Tarifeinigung im öffentlichen Dienst zu übernehmen. Damit folgen sie ähnlichen Zusagen aus Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Beide Parteien planen, einen entsprechenden Gesetzentwurf im Landtag einzubringen, um Gehälter und Pensionen anzupassen.

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Die geplante Regelung soll die Tarifvereinbarung vom Februar auf die sächsischen Beamten übertragen. Diese sieht eine Gehaltserhöhung von 2,8 Prozent vor – mindestens jedoch 100 Euro mehr – ab dem 1. April 2026. Weitere Anpassungen von 2,0 Prozent (1. März 2027) und 1,0 Prozent (1. Januar 2028) folgen schrittweise.

Henning Homann, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, betonte, die Entscheidung diene der Wertschätzung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst und unterstütze die Modernisierung der Verwaltung. Jan Löffler, haushaltspolitischer Sprecher der CDU, bezeichnete das Ergebnis als "ausgewogen" und unterstrich, dass es nur fair sei, die Vereinbarung auch auf Beamte auszuweiten.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßte die Ankündigung der Koalition. Ralf Hron, stellvertretender DGB-Landesvorsitzender in Sachsen, hob die zentrale Rolle der Beamten für Rechtsstaat und Demokratie hervor.

Der geplante Gesetzentwurf soll die Besoldung und Pensionen der Beamten an die aktuelle Tarifrunde anpassen. Bei Verabschiedung würden die Gehälter in den nächsten drei Jahren stufenweise steigen. Der Schritt reiht sich in die bundesweiten Bestrebungen mehrerer Länder ein, die Entgelte im öffentlichen Sektor zu vereinheitlichen.

Quelle