RTL löscht Raab-Witz nach Antisemitismus-Vorwürfen – doch die Show geht weiter
Finn FuchsWarum RTL eine Clip über Gil Ofarim gelöscht hat - RTL löscht Raab-Witz nach Antisemitismus-Vorwürfen – doch die Show geht weiter
RTL zieht umstrittenen Beitrag aus der Stefan-Raab-Show nach Antisemitismus-Vorwürfen zurück
RTL hat eine Sequenz aus der Stefan-Raab-Show entfernt, nachdem ein Witz über den Musiker Gil Ofarim Vorwürfe des Antisemitismus auslöste. Der Sender nahm den vorproduzierten Clip offline und veröffentlichte eine Stellungnahme, in der er jede Form von Antisemitismus verurteilte. Trotz der Kontroverse wird die Show wie geplant im nächsten Monat mit einem neuen Sendeplan zurückkehren.
Der als anstößig empfundene Scherz unterstellte Ofarim, er habe ein "Betrugsgen" von einem fiktiven Onkel namens Samuel geerbt. RTL reagierte umgehend, entfernte den Beitrag aus dem Programm und kündigte strengere Inhaltsprüfungen an, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden. Zudem betonte der Sender erneut seine klare Haltung gegen Antisemitismus in jeglicher Ausprägung.
Der Vorfall ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem Raab seine Präsenz bei RTL ausbauen will. Ab dem 10. Februar wird seine Show zweimal wöchentlich ausgestrahlt: zunächst dienstags um 22:00 Uhr auf RTL+, bevor sie donnerstags um 23:15 Uhr in der Spätausstrahlung auf RTL wiederholt wird. Zudem ist für dieses Frühjahr eine neue Samstagabend-Prime-Time-Eventshow mit Raab als Moderator geplant.
RTL kündigte darüber hinaus drei weitere von Raab geleitete Formate für 2024 an: Raab gegen Raab, Die Raab Machine und 7 vs. Wild – Das Duell. Bestätigt ist außerdem das Quizformat Wer weiß denn sowas?, das Raab gemeinsam mit Barbara Schöneberger moderieren wird.
Die zügige Entfernung des umstrittenen Clips unterstreicht RTLs Entschlossenheit, die Kontroverse aufzugreifen. Mit verschärften Kontrollmechanismen wird der Sender die erweiterte Programmplanung mit Raab wie vorgesehen umsetzen. Trotz der jüngsten Kritik bleiben die Rückkehr der Show und die neuen Projekte auf Kurs.
