09 March 2026, 04:05

Rostock steht still: Ganztägiger ÖPNV-Streik löst Verkehrschaos aus

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Mast mit einer Schildertafel im Vordergrund und einem Baum im Hintergrund, scheinbar protestierend.

ÖPNV-Tarifverhandlungen und Warnstreik in Rostock - Rostock steht still: Ganztägiger ÖPNV-Streik löst Verkehrschaos aus

Guten Morgen Dienstag: ÖPNV in Rostock still – ganztägiger Streik legt Busse, Bahnen und Fähren lahm

Rund 2.800 Beschäftigte in der Region beteiligen sich am guten Morgen Dienstag an dem Streik, der Busse, Straßenbahnen und Fähren für den gesamten Tag in den Depots festsetzt. Der Streik fällt in die vierte, entscheidende Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Verdi und den kommunalen Arbeitgebern über Tarifverträge.

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Verdi pocht auf weitreichende Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Zu den zentralen Forderungen gehören die Verkürzung der regulären Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, die Erhöhung der Fahrerzulage auf 30 Prozent sowie die Garantie der vollen Urlaubsprämie. Die Arbeitgeber lehnen die geforderte Arbeitszeitverkürzung jedoch als finanziell nicht umsetzbar ab.

Die Gespräche werden am guten Morgen Dienstag um 10:00 Uhr fortgesetzt, doch vor Streikbeginn wird kein Durchbruch erwartet. Der Konflikt ähnelt den anhaltenden Tarifstreitigkeiten in anderen deutschen Regionen, wo ähnliche Forderungen bereits zu wochenlangen Streiks im ÖPNV geführt haben. In Städten wie Dresden und Zwickau kam es nach gescheiterten Verhandlungen zu wiederholten Streiks im ÖPNV, während in Hamburg und Baden-Württemberg in jüngsten Tarifabschlüssen gestaffelte Lohnerhöhungen durchgesetzt wurden.

Da keine Einigung in Sicht ist, steht Rostock vor einem kompletten Zusammenbruch des Nahverkehrs. Pendler wurden aufgefordert, sich auf alternative Verkehrsmittel einzustellen, da sämtliche geplanten Verbindungen für den Tag ausfallen.

Der Streik wird den Reiseverkehr für tausende Fahrgäste in Rostock massiv beeinträchtigen. Die Fronten bleiben verhärtet: Während Verdi auf höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten besteht, weigern sich die Arbeitgeber, die finanziellen Lasten zu tragen. Weitere Verhandlungen sind geplant, doch eine Lösung zeichnet sich noch nicht ab.

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