Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Finn FuchsRheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte an AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit der Investmentfirma AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Division Power Systems für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert einen weiteren Schritt in der Neuausrichtung des Unternehmens auf verteidigungstechnische Aktivitäten. Die Sparte beschäftigte im vergangenen Jahr rund 6.250 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von etwa zwei Milliarden Euro.
Zum Verkauf gehören auch die Markenrechte an Namen wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice. AEQUITA wird das Geschäft eigenständig weiterführen und alle aktuellen Beschäftigten übernehmen. Drei deutsche Standorte der KS Huayu AluTech sind jedoch nicht Teil der Transaktion und bleiben als Joint Venture bei Rheinmetall.
Das spanische Rheinmetall-Werk in Abadiano, das von Pierburg S.A. betrieben wird, fungiert während einer Übergangsphase als Hybridstandort, bevor es vollständig auf militärische Produktion umgestellt wird. Die Division Dermalog SensorTec hingegen bleibt im Konzern und wird in die Sparte Weapon and Ammunition (Waffen und Munition) integriert.
Der Verkauf folgt auf frühere Desinvestitionen Rheinmetalls, darunter der Abstoß der Groß- und Kleinkolbenaktivitäten in den Jahren 2023 und 2024. Noch ausstehende behördliche Genehmigungen vorausgesetzt, soll der Deal im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden.
Mit der Transaktion unterstreicht Rheinmetall seine strategische Konzentration auf den Verteidigungssektor. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren schrittweise seine zivilen Geschäfte reduziert. Nach Abschluss des Verkaufs wird die Neuausrichtung auf militärische und sicherheitsrelevante Märkte weiter vorangetrieben.
