Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Warnungen vor unseriösen Hochschulen mehren sich
Nina WalterRekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Warnungen vor unseriösen Hochschulen mehren sich
Die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht: Im Wintersemester 2024/25 sind es 402.000. Doch zugleich mehren sich die Bedenken wegen fragwürdiger Praktiken an einigen privaten Hochschulen – insbesondere in Berlin. Dort stehen Studiengänge in der Kritik, ausländische Studierende, vor allem aus Indien, in die Irre zu führen.
Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), hat Alarm geschlagen und bestimmte private Hochschulen scharf kritisiert. Er prangerte Programme an, die internationale Studierende ausnutzen, und warnte, dass einige staatlich anerkannte Abschlüsse von vornherein nie hätten akkreditiert werden dürfen.
Besonders betroffen sind indische Studierende. Fast 60.000 von ihnen studieren in Deutschland und bilden damit die größte Gruppe unter den ausländischen Studierenden. Viele werden Opfer skrupelloser Vermittlungsagenturen in Indien, die sie in zweifelhafte Studiengänge drängen.
Mukherjee forderte deutsche Hochschulen auf, die Zusammenarbeit mit solchen Agenturen zu beenden. Zudem plädierte er für eine strengere Kontrolle privater Bildungseinrichtungen und betonte, dass schärfere Regulierungen nötig seien, um Studierende vor Täuschung zu schützen.
Die Warnungen kommen zu einer Zeit, in der Deutschland nach wie vor zu den beliebtesten Zielen für ein Auslandstudium zählt. Da indische Studierende einen erheblichen Anteil der ausländischen Immatrikulationen ausmachen, rückt nun die Frage in den Fokus, ob verschärfte Kontrollen eingeführt werden. Mit seiner Reforminitiative will der DAAD verhindern, dass Studierende, die im Ausland einen Abschluss anstreben, weiter ausgebeutet werden.







