Regionalverkehr in Deutschland drohen massive Streichungen wegen Finanznot
Nina WalterRegionalverkehr in Deutschland drohen massive Streichungen wegen Finanznot
Regionale Verkehrsnetze in Deutschland stehen vor einer Finanzkrise – Kürzungen drohen
Die regionalen Verkehrsnetze in Deutschland stecken in einer Finanznot, die zu massiven Einschränkungen im Angebot führen könnte. Behörden warnen, dass ohne zusätzliche Mittel Bus- und Bahnverbindungen gestrichen werden müssten. Die Haushaltslücke hat Forderungen nach schnellem Handeln an die Bundesregierung ausgelöst.
Jährlich erhalten die 16 Bundesländer rund 12 Milliarden Euro aus dem Regionalisierungsfonds, um den lokalen Nahverkehr zu finanzieren. Diese Summe steigt zwar jährlich um drei Prozent, doch Verkehrsverantwortliche halten sie für längst nicht mehr ausreichend. Schätzungen zufolge werden bis 2031 zusätzliche 14 Milliarden Euro benötigt – allein, um das aktuelle Angebot aufrechtzuerhalten.
Die Verkehrsministerkonferenz hat eine Resolution verabschiedet, in der sie mehr Bundesmittel fordert. Ohne diese könnten Behörden gezwungen sein, Zugverbindungen einzustellen und Buslinien zu reduzieren. Die Bundesregierung hat jedoch noch nicht zugestimmt, die Regionalisierungszuweisungen zu erhöhen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder wich einer klaren Antwort auf die Finanzierungslücke aus. Er verwies auf den engen Zeitrahmen für eine Entscheidung und ließ die Frage damit vorerst offen.
Die Mittelknappheit gefährdet die Zukunft des Regionalverkehrs. Werden keine zusätzlichen Gelder bereitgestellt, könnten Millionen Fahrgäste von Streichungen betroffen sein. Die Verkehrsbehörden drängen weiterhin auf eine Lösung, bevor sich die Lage weiter zuspitzt.






