Pro Bahn kritisiert Mängel bei den neuen eezy-Tarifen im VRR und Rheinland
Nina WalterPro Bahn kritisiert Mängel bei den neuen eezy-Tarifen im VRR und Rheinland
Pro Bahn bewertet die jüngsten Tarifänderungen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und im Rheinland
Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat die neuesten Tarifanpassungen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und im Rheinland analysiert. Die Bewertung zeigt sowohl Fortschritte als auch anhaltende Probleme bei den neuen elektronischen eezy-Tarifen auf. Einige Vereinfachungen werden begrüßt, doch bei der Preisgestaltung und der Komplexität gibt es weiterhin Mängel.
Die eezy-Tarife führen elektronisches Ticketing ein, was Pro Bahn als Schritt in Richtung Modernisierung anerkennt. Allerdings fehlt in mehreren Tarifstufen eine tagesbasierte Preisobergrenze. Dadurch können digitale Tickets mitunter teurer sein als herkömmliche 24-Stunden-Tickets – ein Widerspruch zum Anspruch der Bezahlbarkeit.
Pro Bahn fordert, dass digitale Tarife automatisch die günstigste Option für den jeweiligen Tag auswählen sollten. Derzeit ist dies nicht der Fall, sodass Fahrgäste sich durch undurchsichtige Preismodelle kämpfen müssen. Gelegenheitsfahrer, Familien und Kinder, die allein unterwegs sind, tun sich besonders schwer, das beste Angebot zu finden.
Gelobt wird die günstige Gestaltung von Einzeltickets für Kinder im VRR sowie die monatliche Preisobergrenze in beiden Verbünden. Kritisch sieht die Organisation jedoch das Fehlen spezieller Tageskarten für alleinreisende Kinder. Zudem sorgt die Tarifsegmentierung auf bestimmten Strecken für unnötige Komplexität, ohne dass sich daraus klare Kostenvorteile ergeben.
Fazit der Pro-Bahn-Prüfung: Die neuen Tarifsysteme bringen gemischte Ergebnisse. Zwar erleichtern einige Änderungen die Reiseplanung, andere erhalten oder erhöhen jedoch die Komplexität. Fahrgäste müssen weiterhin genau vergleichen, um nicht zu viel zu zahlen.

