21 April 2026, 08:05

Potsdam führt als erste Stadt Brandenburgs Steuer auf Einwegverpackungen ein

Eine belebte Stadtstraße mit Geschäften, Zelten, Schirmen, einem Auto-Rikscha, einem Motorrad, Passanten und verstreuter Papiermüll auf der Straße, mit Gebäuden im Hintergrund.

Potsdam führt als erste Stadt Brandenburgs Steuer auf Einwegverpackungen ein

Potsdam wird die erste Stadt in Brandenburg, die eine Abgabe auf Einwegverpackungen einführt. Ab dem 1. Juli 2023 zahlen Einwohner:innen und Unternehmen einen Aufschlag für Einwegprodukte wie Becher, Teller und Besteck. Mit der Maßnahme sollen Abfallmengen reduziert und gleichzeitig die städtischen Finanzen langfristig gestärkt werden.

Der Stadtrat gab der neuen Steuer im März grünes Licht. Sie orientiert sich an ähnlichen Modellen, die bereits in Tübingen, Freiburg und Konstanz erfolgreich umgesetzt werden. Diese Städte waren Vorreiter in Baden-Württemberg und bewiesen, dass das Konzept auch andernorts funktionieren kann.

Die Abgabe beträgt 50 Cent pro Einwegbecher, -teller oder -schale. Für Besteckteile wird ein Aufschlag von 20 Cent pro Stück fällig. Die Stadt rechnet damit, dass die Maßnahme bis 2027 jährlich rund eine Million Euro einbringen wird.

Kommunen in ganz Brandenburg suchen derzeit nach Wegen, zusätzliche Einnahmen zu generieren. Die angespannte Haushaltslage zwingt viele, neue Finanzquellen zu erschließen. Der Städtetag Brandenburg hat Potsdams Ansatz bereits zur Kenntnis genommen und signalisiert mögliche Unterstützung für eine flächendeckende Einführung.

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Die Steuer tritt am 1. Juli in Kraft und macht Potsdam zur ersten Stadt in Brandenburg, die Einwegverpackungen besteuert. Langfristig erhofft sich die Stadt, durch die Abgabe die finanziellen Spielräume zu erweitern und gleichzeitig die Müllberge zu verringern. Andere Kommunen in der Region könnten nun gespannt verfolgen, wie sich das Modell in der Praxis bewährt.

Quelle