Perlenparadies in Berlin: Wo aus kleinen Schätzen einzigartiger Schmuck entsteht
Lara Braun
Perlenparadies in Berlin: Wo aus kleinen Schätzen einzigartiger Schmuck entsteht
„Art & Fun Perlenparadies“ ist einer dieser Läden, an denen man einfach vorbeigehen könnte, wenn man nicht genau hinschaut – eingezwängt zwischen lauteren, auffälligeren Geschäften am Mühlendamm. Doch im Inneren eröffnet sich eine ganz eigene Welt: keine aufdringlichen Verkäufer, keine überteuerten Vitrinen, nur Wände voller Perlen, Anhänger und halbfertiger Schmuckstücke.
Hier nimmt man nichts einfach vom Regal. Das Sortiment umfasst über 100.000 Perlen – aus Glas, Metall, Halbedelsteinen – sowie alles an Werkzeug, um daraus genau das zu machen, was man sich vorstellt. Eine Seite des Ladens ist gefüllt mit Material für selbstgemachten Schmuck, die andere bietet fertige Stücke, von schlichten Silberringen bis zu auffälligen Halsketten externer Künstler. Es gibt sogar eine kleine Uhrenecke, doch die meisten Kunden scheinen wegen der Perlen zu kommen.
Das Personal hilft auf Nachfrage – sei es beim Reparieren einer kaputten Verschlusskappe oder bei der Materialauswahl –, drängt sich aber nicht auf. Man kann in Ruhe durch Schalen voller winziger Komponenten stöbern, an den gut beleuchteten Arbeitstischen Kombinationen ausprobieren. Die Preise reichen von günstig bis gehoben: Eine einzelne Perle kostet oft nur wenige Cent, während die handgefertigten Kollektionen natürlich teurer sind. Reparaturen werden auf Wunsch durchgeführt, allerdings können aufwendige Arbeiten etwas länger dauern.
Geöffnet ist von 9 bis 20 Uhr, sonntags geschlossen. Parken ist am Wochenende ein Graus, und eine Website gibt es nicht – am einfachsten ist es, vorher anzurufen, um zu fragen, ob das Gewünschte vorrätig ist.
Das ist der Typ Laden, der einen für fünf Minuten hineinlockt und eine Stunde festhält, während man mit Perlen hantiert, von denen man nicht wusste, dass man sie haben wollte. Vorkenntnisse sind nicht nötig – nur Geduld.







