25 January 2026, 10:10

Ostdeutsche Flughäfen kämpfen um Rückkehr zu alten Passagierzahlen nach der Pandemie

Eine große Menschenmenge geht eine Straße in Berlin, Deutschland, entlang, viele tragen Mützen und Taschen, einige halten Fahnen. Es gibt Zelte und Banner mit Text, Laternenpfähle, Bäume, Gebäude und einen Turm im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Warum straucheln Ostflughäfen, während andere aufblühen - Ostdeutsche Flughäfen kämpfen um Rückkehr zu alten Passagierzahlen nach der Pandemie

Flughäfen in Ostdeutschland kämpfen um Rückkehr zu vorpandemischen Passagierzahlen

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Die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden verzeichnen auch Jahre nach der Pandemie deutlich weniger Flüge, Ziele und Billigflugangebote als vor 2020. Die zögerliche Erholung hängt mit wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen in der Region zusammen.

Der Rückgang der Passagierzahlen in Leipzig/Halle und Dresden ist unter anderem auf die frühe Abhängigkeit von Geschäftsreisenden vor 2020 zurückzuführen. Viele Inlandsstrecken, die einst stark frequentiert waren, haben nicht wieder das alte Nachfrageniveau erreicht. Gleichzeitig haben sich große Drehkreuze wie München, Frankfurt und Berlin Brandenburg schneller erholt – begünstigt durch internationale Verbindungen und Billigflugverkehr.

Der jüngste Rückzug von Ryanair aus Leipzig/Halle unterstrich das Problem der hohen Betriebskosten in Deutschland. Die Airline machte überhöhte Gebühren für ihre Entscheidung verantwortlich und erhöhte so den Druck auf Regionalflughäfen, die ohnehin bereits unter finanzieller Belastung stehen. Sachsen und Sachsen-Anhalt reagierten mit Plänen, die Subventionen für beide Flughäfen bis 2030 schrittweise abzubauen. Dresden soll jedoch von 2027 bis 2030 jährlich zusätzliche 9 Millionen Euro erhalten, um den Übergang zu erleichtern.

Auch wirtschaftliche Unterschiede spielen eine Rolle: Das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt in der Region Leipzig liegt bei etwa 36.200 Euro – deutlich unter dem Wert Mittelfrankens mit 49.100 Euro. Diese Kluft erschwert es ostdeutschen Flughäfen, preissensible Reisende anzuziehen. Zudem zieht die Konkurrenz durch größere Flughäfen wie Berlin Brandenburg und Prag weitere Passagiere ab, die günstigere oder bequemere Optionen suchen.

Experten empfehlen, Gebühren zu senken, das Marketing zu stärken und gezielt Billigflug- und Touristenverkehr zurückzugewinnen, um die Entwicklung umzukehren. Der Flughafen Nürnberg etwa schneidet besser ab, da er über ein wohlhabenderes Einzugsgebiet und eine stabile Nachfrage im Tourismus verfügt. Ohne gezielte Maßnahmen könnten Leipzig/Halle und Dresden jedoch weiter hinterherhinken.

Die Zukunft der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden hängt von Kostensenkungen und neuen Anstrengungen ab, Billigfluggesellschaften und Touristen anzulocken. Ohne solche Anpassungen wird ihre Erholung langsamer verlaufen als die der größeren, wettbewerbsfähigeren Drehkreuze. Die geplanten Subventionskürzungen bis 2030 erhöhen den Druck, nachhaltige Lösungen zu finden.