28 April 2026, 16:12

Ökonom Südekum fordert höhere Steuern für Spitzenverdiener zur Finanzierung der Reformen

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, der von einem schmalen schwarzen Rahmen umgeben ist und "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für die Reichen und große Unternehmen noch weiter."

Ökonom Südekum fordert höhere Steuern für Spitzenverdiener zur Finanzierung der Reformen

Der Ökonom Jens Südekum hat höhere Steuern für Spitzenverdiener gefordert, um die geplanten Reformen bei der Einkommensteuer zu finanzieren. Ohne solche Erhöhungen sei eine Entlastung für Gering- und Mittelverdiener seiner Ansicht nach nicht umsetzbar. Zu seinen Vorschlägen gehören zudem Anpassungen bei der Vermögenssteuer sowie ein vereinfachter Übergangsprozess für Unternehmen, um Bürokratie abzubauen.

Südekum betonte, dass eine Senkung der Einkommensteuersätze in den unteren Tarifstufen zu Mindereinnahmen für den Staat führen würde. Um dies zu vermeiden, sieht er höhere Abgaben für die Wohlhabendsten als einzige realistische Lösung. Kritik, wonach damit Einzelunternehmer und Personengesellschaften unangemessen belastet würden, wies er zurück: Diese hätten bereits jetzt im Rahmen des sogenannten "Optionsmodells" die Möglichkeit, sich wie Kapitalgesellschaften besteuern zu lassen.

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Zugleich lehnte er pauschale Forderungen nach Sparmaßnahmen ab und bestand darauf, dass konkrete Einsparpotenziale benannt werden müssten. Bisher liegen jedoch keine spezifischen Pläne für zusätzliche Kürzungen vor. Stattdessen schlug Südekum vor, die Übergangsregelungen für Unternehmen zu straffen, um den Verwaltungsaufwand zu verringern.

Im Mittelpunkt seiner Vorschläge steht der Ausgleich zwischen Steuerentlastungen für niedrige und mittlere Einkommen und höheren Beiträgen der Vermögenden. Ohne diese Änderungen, so Südekum, bleibe die Finanzierung der Reform undurchführbar. Nun wird sich zeigen, ob die Politik seine Empfehlungen aufgreift.

Quelle