Oettinger stärkt Führung mit neuen Top-Managern in schwierigem Biermarkt
Elias HofmannOettinger stärkt Führung mit neuen Top-Managern in schwierigem Biermarkt
Oettinger Beverages stärkt Führungsteam mit zwei Schlüsselpositionen
Die Oettinger Brauerei baut ihre Führungsetage mit zwei wichtigen Personalentscheidungen aus: Thilo R. Pomykala wird ab dem 1. April neues Mitglied der Geschäftsführung und bringt langjährige Erfahrung in der Konsumgüterbranche mit. Dominika Steinberg, eine langjährige Mitarbeiterin des Unternehmens, übernimmt ebenfalls erweiterte Verantwortungsbereiche.
Trotz eines schrumpfenden Biermarktes in Deutschland, der im vergangenen Jahr kleinere Mitbewerber zur Schließung zwang, bleibt Oettinger einer der größten Brauereibetriebe des Landes – 2024 wurden 6,6 Millionen Hektoliter produziert.
Thilo R. Pomykala verfügt über eine starke Expertise im Bereich Fast-Moving Consumer Goods (FMCG). Über sechs Jahre leitete er als Geschäftsführer bei Hochwald die Bereiche Vertrieb, Marketing und Innovation. Zuvor war er für internationale Konzerne wie Unilever, Semper idem Underberg AG, Meggle und Hochland tätig. Pia Kollmar, Inhaberin und Geschäftsführerin von Oettinger, betonte, dass sein Fachwissen eine wertvolle Bereicherung für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens sei.
Dominika Steinberg, die seit 2015 bei Oettinger arbeitet, wird künftig zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben die Bereiche Produktion und Technik verantworten. Bisher leitete sie Personalwesen und IT; mit ihrer Beförderung ist die Geschäftsführung der Brauerei nun komplett. Das Unternehmen füllt jährlich rund eine Milliarde Flaschen und Dosen mit Bier, Mixgetränken und Erfrischungsgetränken ab.
Oettinger behält eine starke Marktposition und ist nach Produktionsvolumen die siebgrößte Brauerei Deutschlands. Zwar ging der Gesamtbiermarkt 2023 um 6 Prozent auf 7,8 Milliarden Liter zurück, doch Oettinger exportierte 2,4 Millionen Hektoliter. Dennoch musste das Unternehmen seinen Standort in Braunschweig schließen – ein Zeichen für den Branchenwandel, der kleinere Wettbewerber aus dem Markt drängt.
Die Ernennungen von Pomykala und Steinberg unterstreichen die strategische Neuausrichtung von Oettinger in einem schwierigen Marktumfeld. Mit einer Jahresproduktion von 6,6 Millionen Hektolitern und einer Milliarde abgefüllter Behälter bleibt das Unternehmen eine der führenden Brauereien Deutschlands. Die erweiterte Geschäftsführung wird sich nun darauf konzentrieren, das Wachstum in einer von Konsolidierung geprägten Branche zu sichern.






