NRW setzt auf Bürgerbeteiligung: Wie KI das Altern selbstbestimmter macht
Finn FuchsLandtag lädt 5.000 Kandidaten für Bürgerrat ein - NRW setzt auf Bürgerbeteiligung: Wie KI das Altern selbstbestimmter macht
Nordrhein-Westfalen startet seine erste Bürgerversammlung zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) und Lebensqualität im Alter. Ab April 2026 wird die Initiative 80 Einwohnerinnen und Einwohner zusammenbringen, um zu erörtern, wie KI älteren Menschen helfen kann, länger selbstständig zu leben. Ihre Empfehlungen werden anschließend dem Landtag zur Prüfung vorgelegt.
Den Auftakt bildet die Zusendung von Einladungsschreiben an 5.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren. Ein externer Dienstleister sorgt dafür, dass die Gruppe die Vielfalt der Region in Bezug auf Alter, Geschlecht, Herkunft und sozioökonomischen Hintergrund widerspiegelt. Bisher wurden keine konkreten Details bekannt gegeben, wie der Dienstleister die anfänglichen 5.000 Kandidaten auswählt.
Aus den Rückmeldungen werden schließlich 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die endgültige Versammlung ausgewählt. Ihr erstes Treffen ist für April 2026 geplant, bei dem sie untersuchen werden, wie KI ältere Menschen dabei unterstützen kann, ihre Selbstständigkeit zu bewahren. Die Ergebnisse der Versammlung fließen anschließend in die politische Diskussion ein, um zukünftige Gesetzesvorhaben zu beeinflussen.
Die Bürgerversammlung stellt einen neuen Ansatz zur Gestaltung der KI-Politik in Nordrhein-Westfalen dar. Durch die Einbindung eines breiten Querschnitts der Bevölkerung strebt das Land an, praxisnahe Erkenntnisse zu Alterung und Technologie zu gewinnen. Die abschließenden Empfehlungen werden dem Landtag zur Beratung vorgelegt.
