07 May 2026, 06:04

NRW-Polizei rüstet sich mit digitalen Ermittlern gegen politische Online-Gefahren

Ein Mann mit einem freundlichen Gesichtsausdruck in einem Anzug und Krawatte steht vor einem unscharfen Hintergrund, mit einem Logo und Text auf der rechten Seite, der besagt, "Teil des Netzwerks starker Städte zu sein, bedeutet, Zugang zu Wissen und Werkzeugen zu haben, um gewalttätigen Extremismus herauszufordern."

NRW-Polizei rüstet sich mit digitalen Ermittlern gegen politische Online-Gefahren

Nordrhein-Westfalens Polizei startet Großoffensive zur Stärkung digitaler Ermittlungskompetenzen

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat eine umfassende Initiative gestartet, um ihre Fähigkeiten zur Online-Ermittlung deutlich auszubauen. Dazu gehören erweiterte Teams, digitale Streifen und fortschrittliche Schulungen im Bereich Open Source Intelligence (OSINT). Die Behörden bezeichnen den Schritt als entscheidend, um schnell eskalierende politische Bedrohungen mit nationaler Sicherheitsrelevanz effektiv zu bekämpfen.

Den Auftakt bildete im September 2024 das Projekt „Digitale Streife“, für das zehn neue Beamte beim Landeskriminalamt (LKA) in Düsseldorf eingestellt wurden. Zudem wurden fast 100 weitere Kräfte in sechs regionalen Behörden eingebunden. Fabian Coenen, Leiter der Unterabteilung 22.2 beim LKA Düsseldorf, führt nun ein 16-köpfiges OSINT-Spezialistenteam an – ein deutlicher Ausbau im Vergleich zu nur zwei Mitarbeitern in den Vorjahren. Das Team setzt sich aus IT-Experten, Soziologen und Politikwissenschaftlern zusammen, die sich auf politisch motivierte Kriminalität konzentrieren.

Ein zentraler Baustein der Initiative ist die Ausbildung. Marc Restemeyer, 37-jähriger Dozent an der Landesakademie für Ausbildung, Fortbildung und Personalwesen (LAFP) in Neuss, leitet ein webbasiertes Schulungsprogramm, das OSINT-Kenntnisse standardisieren soll. Seine Kurse vermitteln Beamten, wie sie Daten aus öffentlichen Quellen wie sozialen Medien rechtssicher sammeln und auswerten. Restemeyer bereitet zudem neue LKA-Rekruten sowie Einsatzkräfte für die „Digitalen Streifen“ im gesamten Bundesland vor.

Die Strategie basiert auf dem Prinzip der sogenannten „Schwarmintelligenz“, bei der Ermittler eng zusammenarbeiten, um ihre Wirkung zu maximieren. Sechs spezialisierte Staatsschutzeinheiten unterstützen nun mit OSINT-Expertise bei dringlichen Einsätzen im Zusammenhang mit sich dynamisch entwickelnden politischen Ereignissen. Dazu gehören verdeckte Online-Recherchen und KI-gestützte Analysen, um mit der Geschwindigkeit digitaler Bedrohungen Schritt zu halten.

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Durch die Initiative wurde nicht nur das OSINT-Personal beim LKA aufgestockt, sondern auch lokale Einheiten mit modernsten digitalen Werkzeugen ausgestattet. Standardisierte Schulungen stellen sicher, dass Beamte Online-Ermittlungen sicher und professionell durchführen können. Die Behörden erwarten, dass die Maßnahmen die Reaktion auf politisch brisante Vorfälle mit überregionaler Tragweite deutlich verbessern werden.

Quelle