Nobelpreisträger retten Latein – während Hamburgs Oper ein einzigartiges «Monsters Paradies» feiert
Nina WalterNobelpreisträger retten Latein – während Hamburgs Oper ein einzigartiges «Monsters Paradies» feiert
Eine vielbeachtete Petition zur Bewahrung des Lateinunterrichts gewinnt an Fahrt – unterstützt von Nobelpreisträgern und prominenten Kulturschaffenden. Die unter dem Motto 'Latein ist kein Luxus – es ist Bildung' geführte Kampagne hat bereits die Unterschriften von Literaturgrößen, Wissenschaftlern und Künstlern gesammelt. Interessierte können sich auf aufstehn.at eintragen.
Zu den Unterzeichnern zählen die Nobelpreisträger Peter Handke, Anton Zeilinger und Elfriede Jelinek. Ihnen schließen sich führende Mediziner, Theaterstars, Regisseure und Politiker an, die sich gemeinsam für die Fortführung des Lateinunterrichts an Schulen einsetzen.
Unterdessen feierte die Hamburger Staatsoper die Weltpremiere von 'Monsters Paradies', einer neuen operngrotesken Komposition der Komponistin Olga Neuwirth und der Schriftstellerin Elfriede Jelinek. Die Inszenierung unter der Regie von Tobias Kratzer markierte den Auftakt des neuen Intendanten, der das Werk für den Beginn seiner Amtszeit ausgewählt hatte. Bei der Premiere am 1. Februar 2026 spielte Elisabeth Leonskaja Schuberts 'Fantasie in f-Moll' – begleitet von einem Ensemble, das die Rollen der Vampirinnen doppelt besetzte, mit Sarah Defrise, Sylvie Rohrer, Kristina Stanek und Ruth Rosenfeld auf der Bühne.
Georg Nigl, der in der Produktion eine Hauptrolle übernahm, war bereits mit dem 'Österreichischen Musiktheaterpreis 2025' als 'Sänger des Jahres' ausgezeichnet worden. Trotz des Erfolgs bleibt 'Monsters Paradies' ein Hamburger Unikat – weitere Aufführungen oder Aufträge von anderen internationalen Opernhäusern oder Festivals sind nicht geplant.
Die Petition findet weiterhin Unterstützung durch einflussreiche Stimmen aus verschiedenen Bereichen. Gleichzeitig steht 'Monsters Paradies' als einzigartiges Werk der zeitgenössischen Oper da, das ohne Nachfolgeproduktionen uraufgeführt wurde. Beide Initiativen spiegeln die anhaltenden Debatten über kulturelle Bewahrung und künstlerische Innovation wider.
