27 June 2026, 04:05

Niedersachsen prüft Frauentag als gesetzlichen Feiertag – Initiative gewinnt an Fahrt

Dies ist der Status des neuen Feiertags für Niedersachsen

Niedersachsen prüft Frauentag als gesetzlichen Feiertag – Initiative gewinnt an Fahrt

Kampagne für Feiertag am Internationalen Frauentag gewinnt in Niedersachsen an Fahrt

Die Initiative, den 8. März – den Internationalen Frauentag – in Niedersachsen zu einem gesetzlichen Feiertag zu erklären, hat an Dynamik gewonnen. Eine im Jahr 2024 gestartete Petition eines Bündnisses aus DGB, der Gewerkschaft Verdi und dem Landesfrauenrat hat nun eine wichtige Hürde genommen. Der Vorschlag wird von den Landesbehörden ernsthaft geprüft.

Das Bündnis aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und dem Landesfrauenrat hatte die Petition 2024 ins Leben gerufen. Innerhalb kurzer Zeit kamen über 5.000 Unterschriften zusammen, was den Petitionsausschuss des niedersächsischen Landtages auf den Plan rief. Dieser beschloss, den Antrag eingehend zu prüfen.

Aktuell befasst sich das Innenministerium mit der Idee. Damit der Frauentag tatsächlich zum Feiertag wird, müsste eine Fraktion im Landtag einen entsprechenden Gesetzesantrag einbringen. Befürworter argumentieren, dass der Tag regelmäßig Diskussionen über Gleichberechtigung, politische Teilhabe und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie anstoßen würde – auch Schulen sollen schließen, um Schülerinnen und Schüler in die Debatte einzubeziehen.

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Eine kleine Delegation der Initiative will sich während der nächsten Plenarsitzung am Mittwoch vor dem niedersächsischen Landtag in Hannover postieren, um Druck für eine weitere Voranbringung des Vorhabens zu machen. Vertreter der Wirtschaft äußerten zwar Bedenken wegen möglicher wirtschaftlicher Auswirkungen, doch von Verdi angeführte Studien zeigen, dass ähnliche Feiertage in anderen Regionen keine negativen Folgen hatten.

Niedersachsen hat derzeit die wenigsten Feiertage in Deutschland – nur zehn pro Jahr sind gesetzlich verankert. Die Petition hat mit der Behandlung durch den Petitionsausschuss eine entscheidende Etappe erreicht. Die Prüfung durch das Innenministerium und eine mögliche parlamentarische Initiative werden nun über ihr Schicksal entscheiden. Bei einer Zustimmung könnte der 8. März künftig als neuer Feiertag in Niedersachsen begangen werden – und würde so jährlich die Thematik der Gleichberechtigung in den Fokus rücken.

Quelle