Niedersachsen beschleunigt Windkraftausbau: Neue Flächen, gestrichene Zonen und Bürgerfeedback
Finn FuchsNiedersachsen beschleunigt Windkraftausbau: Neue Flächen, gestrichene Zonen und Bürgerfeedback
Niedersachsen hat verbindliche rechtliche Vorgaben für den Ausbau der Windenergie an Land eingeführt. Der Regionalverband Braunschweig passt nun seinen Plan an, um diese Anforderungen bis 2027 zu erfüllen. Ein überarbeiteter Entwurf wird bald für eine weitere öffentliche Stellungnahme vorgelegt.
Die Regionalverwaltung hatte zu ihrem ersten Entwurf umfangreiches Feedback aus der Bevölkerung erhalten. Über 1.600 Eingaben mit mehr als 6.500 Einzelhinweisen wurden ausgewertet. Auf dieser Grundlage überarbeitete der Verband seinen Windkraftplan.
Zu den Änderungen gehört die Streichung eines großen Gebiets zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen. Stattdessen wurde ein neues Areal südlich von Kirchberg bei Seesen aufgenommen. Insgesamt wurden 56 der ursprünglich vorgesehenen Zonen geändert – acht gestrichen und eine neu hinzugefügt.
Die aktuellen Vorranggebiete umfassen bereits etwa 2,9 Prozent der Regionalfläche und liegen damit über dem gesetzlichen Ziel von 2,46 Prozent, das bis 2027 erreicht werden soll.
Der zweite Entwurf des Plans liegt vor, ist aber noch nicht für öffentliche Stellungnahmen freigegeben. Die Region bleibt dennoch auf Kurs, um ihre Ausbauziele für Windenergie zu erreichen. Die final festgelegten Zonen werden die Entwicklung von Windparks in den kommenden Jahren prägen.






