NGG fordert faire Löhne und warnt vor Überstunden während der WM
NGG warnt Arbeitgeber in der Gastronomie vor der WM
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft eine Warnung an Arbeitgeber in der Gastronomiebranche gerichtet. Die Gewerkschaft fordert eine faire Behandlung der Beschäftigten und warnt vor übermäßigen Überstunden während des Turniers. Zudem verlangt sie eine Lohnerhöhung von sechs Prozent für Mitarbeiter im Rhein-Kreis Neuss.
Die NGG Krefeld-Neuss spricht sich gegen die Verpflichtung von Angestellten zu zusätzlichen Schichten ohne angemessene Bezahlung aus. Jede während der WM geleistete Extra-Stunde müsse vergütet werden, betont die Gewerkschaft. Arbeitgeber sollten zudem für die stoßreichen Spielphasen zusätzliches Personal einstellen, um eine „Überstunden-WM“ zu vermeiden.
Die Gewerkschaft unterstreicht die Notwendigkeit flexibler Arbeitszeitmodelle. Restaurants und Bars müssten Rücksicht auf Beschäftigte mit Betreuungspflichten für Kinder oder Angehörige nehmen. Gleichzeitig bereitet sich die NGG auf die anstehenden Tarifverhandlungen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) vor.
Die Gespräche für den Gastgewerbe-Tarif in Nordrhein-Westfalen beginnen eine Woche nach WM-Start. Die NGG pocht auf eine sechsprozentige Lohnerhöhung, die einem vollzeitbeschäftigten Fachkraft – etwa einem Koch oder Service-Mitarbeiter – mindestens 164 Euro mehr im Monat bringen würde.
Zu den Forderungen der NGG zählen höhere Löhne und faire Arbeitsbedingungen während des Turniers. Von den Arbeitgebern wird erwartet, dass sie diesen Ansprüchen nachkommen, um Konflikte zu vermeiden. Das Verhandlungsergebnis wird Tausende Beschäftigte in der Branche der Region betreffen.







