24 March 2026, 08:05

Neues Gebäudemodernisierungsgesetz: Strengere Regeln für Energieeffizienz ab 2026

Grüner Hintergrund mit weißer fettgeschriebener Textzeile "netto-null-Emissionen bis 2050."

Neues Gebäudemodernisierungsgesetz: Strengere Regeln für Energieeffizienz ab 2026

Deutschland reformiert seine Energievorschriften für Gebäude, um strengere EU-Standards zu erfüllen. Ein neues Gesetz, das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG), wird das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ersetzen und verschärfte Effizienzklassen einführen. Die Änderungen betreffen sowohl Neubauten als auch Bestandsimmobilien, mit schrittweisen Vorgaben und möglichen Bußgeldern bei Nichteinhaltung.

Ab Mai 2026 werden Energieausweise bei der Verlängerung von Mietverträgen und größeren Sanierungen verpflichtend. Die bekannte Skala von A+ bis H entfällt und wird durch eine vereinfachte, EU-weite Einstufung von A bis G ersetzt.

Im neuen System gilt die höchste Klasse A nur noch für Gebäude mit Null-Emissionen – eine strengere Regelung als die bisherige Kategorie A+. Am unteren Ende der Skala umfasst Klasse G die 15 % der ineffizientesten Gebäude Deutschlands, basierend auf nationalen Daten. Aktuell fallen rund 60 % der Wohnimmobilien in die alten Klassen E, F, G oder H, sodass viele voraussichtlich in die neue G-Kategorie abrutschen werden.

Zusätzlich schreibt die Reform vor, dass bis Ende 2026 alle öffentlichen und gewerblichen Gebäude über 250 Quadratmeter mit Solartechnik ausgestattet sein müssen. Ab 2028 müssen alle Neubauten von Behörden emissionsfrei sein, und bis 2030 gilt dieser Standard für alle neuen EU-Gebäude. Eigentümer, die beim ersten Besichtigungstermin keinen Energieausweis vorlegen, riskieren Strafen von bis zu 10.000 Euro.

Um Hausbesitzer zu unterstützen, führt die Regierung einen "Gebäudesanierungsfahrplan" ein. Dieses Dokument bietet eine schrittweise Anleitung zur Verbesserung der Energieeffizienz. Gleichzeitig erwarten Marktanalysten einen "Abschlag für ineffiziente Immobilien" ("Brown Discount"), während hochwertige Gebäude der Klasse A mit einem Preisaufschlag rechnen können.

Die Reformen zielen darauf ab, Deutschland mit den EU-Klimazielen in Einklang zu bringen und die Emissionen im Gebäudesektor zu senken. Immobilienbesitzer müssen sich auf strengere Vorgaben einstellen – mit Fördermitteln für Sanierungen und Sanktionen bei Verstößen. Die Umstellung wird voraussichtlich den Immobilienmarkt verändern und energieeffiziente Gebäude gegenüber schlecht bewerteten Objekten bevorzugen.

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