Das ist, was Eberl über Neuers Zukunft und Urbigs WM-Chancen sagt - Neuers Ausfall gibt Urbig die große Chance gegen Atalanta Bergamo
FC Bayern muss im bevorstehenden Spiel gegen Atalanta Bergamo auf Kapitän Manuel Neuer verzichten. Der 37-jährige Torhüter fällt mit einer Verletzung der linken Wade aus – eine weitere Rückschlag nach seinem jüngsten Muskelfaserriss. Seine Abwesenheit bietet dem jungen Jonas Urbig die Chance, sich erneut zwischen den Pfosten zu beweisen.
Neuers Vertrag läuft zwar im Sommer aus, doch der Verein betont, dass dieser erneute Ausfall die langfristigen Pläne mit dem Schlüsselspieler nicht beeinflussen werde.
Durch Neuers Verletzung verpasst der erfahrene Keeper die wichtige Partie, sodass Urbig im Tor stehen wird. Der 22-Jährige hat sich bereits einen soliden Ruf erarbeitet: In den vergangenen zwei Spielzeiten absolvierte er 45 Bundesliga-Partien für Eintracht Frankfurt, hielt dabei 18 Mal zu Null und steigerte seine Elfmeterschuss-Abwehrquote auf 82 Prozent.
Zudem spielte Urbig eine zentrale Rolle in Frankfurts Einzug ins Europa-League-Finale 2025 – in zwölf Einsätzen blieb er sechsmal ohne Gegentor. Auf internationaler Ebene fungiert er als zweiter Torwart der deutschen Nationalmannschaft, für die er fünf Länderspiele bestritt und bei der EM 2025 als Einwechselspieler auflief. Seine aktuellen Leistungen könnten seine Chancen auf einen künftigen WM-Kader weiter stärken.
Sportdirektor Max Eberl machte deutlich, dass Neuers Verletzung keine Auswirkungen auf die Zukunftsplanung des Vereins habe. Eberl möchte, dass der Veteran im März seinen 40. Geburtstag erreicht, bevor über weitere Schritte gesprochen wird. Gleichzeitig zeigt er sich überzeugt von Urbigs Fähigkeit, dem Druck im Spiel gegen Atalanta standzuhalten.
Eberl wies auch Fragen zu Nationalmannschafts-Nominierungen zurück und betonte, sein Fokus liege ausschließlich auf seiner Rolle beim FC Bayern. Angesichts des auslaufenden Vertrags von Neuer scheint der Klub kurzfristige Lösungen mit langfristiger Strategie in Einklang bringen zu wollen.
Für Urbig bietet der Einsatz gegen Atalanta die Möglichkeit, sich als potenzieller Stammtorhüter Bayerns zu empfehlen. Seine Leistungen könnten nicht nur seine Zukunft beim Rekordmeister, sondern auch darüber hinaus prägen. Für Neuer wiederum werden die kommenden Monate entscheidend sein, während der Verein über die nächsten Schritte berät.
